20 Sätze, die Leute mit einer Zöliakie-Diagnose über glutenfreies Essen nicht mehr hören können

keep-calm-and-eat-gluten-free-81(5)

1. Aber Dinkel geht doch? Ähm, nein. Aber nett das du fragst.

2. Was kannst du denn überhaupt noch essen? Du hast Recht, gar nichts, wirklich gar nichts. Ich bin auch nur vorbeigekommen, um mich auf dem Weg ins Licht von dir zu verabschieden.

3. Ach deswegen siehst du so blass aus. Genau, weil Gluten für eine gesunde Hautfarbe ala „trocken Brot macht Wangen rot“ sorgt?

4. Das ist gerade Trend habe ich gelesen. Ich nicht, Artikel wie diese meide ich schon anhand der Überschrift, ist nicht gut für meinen Puls. Und nein, du brauchst ihn mir nicht ausschneiden, danke! Soll ich noch erwähnen, dass Reporter keine Ärzte sind?

5. Mit dir ist ja schon immer was.

6. Das geht bestimmt wieder weg, oder? Nein, auch nicht, wenn ich bei der Nachbarin von Nummer 8 nachfrage.

7. Man kann aber auch übertreiben!

8. Bei meiner Nachbarin konnte der Heilpraktiker die Zöliakie heilen und sie kann jetzt wieder ganz normal essen. Ganz bestimmt. Darf ich ihr einen Gutschein zur Dünndarmbiopsie schenken? Die dürfte interessant aussehen.

9. Ich habe Kuchen gebacken, ach, den darfst du gar nicht, habe ich ganz vergessen!
Ich vergesse mich gleich… Aber da der Satz in aller Regelmäßigkeit von der lieben Schwiegermutter kommt, hilft es vielleicht, ihr wortlos ein paar Prospekte über preisgünstige Pflegeheime in Rumänien in der Wohnung zu hinterlassen.

10. Du kannst doch auch mal eine Ausnahme machen.

11. Glutenfrei? Das kann doch nicht gesund sein. Doch, sicher. Und es macht kein Brett vor dem Kopf, wirklich praktisch.

12. Man kann sich aber auch anstellen. Im gleichen Atemzug wie:

13. Bist du empfindlich, auf was sollen wir denn noch alles Rücksicht nehmen?

14. Glaub doch nicht alles, was die Ärzte sagen, da verdient doch nur die Pharmaindustrie daran. An der Stelle hilft meistens nur Ohren auf Durchzug schalten, denn die Verschwörungstheoretiker sind unterwegs. Diskussionen zwecklos.

15. Da ist aber wirklich nur wenig Mehl drin.

16. Darfst du Bananen essen? Klassiker. Kann gegen wirklich jedes naturbelassene Obst oder Gemüse ausgetauscht werden.

17. Also ich könnte das ja nicht essen. Ernsthaft? Und das gegenüber Leuten, die keine andere Wahl haben?

18. Wer kennt nicht diese Antwort auf die Frage nach glutenfreiem Essen: Ja, in dem Gericht ist wirklich überhaupt keine Milch. Entschuldigen Sie die Frage: Aber Sie sind wirklich Koch? Hätten Sie rein zufälligerweise Ihr Abschlusszeugnis zur Hand, selbstverständlich nur so, rein aus Interesse.

19. Glutenfrei, kein Problem, wir kochen ohne Glutamat! Was für ein Zufall! Ich habe Ihren Bruder getroffen. Ihm gebührt die Nummer 18.

20. Ach, der Kuchen ist glutenfrei, schmeckt man gar nicht. Herzlichen Glückwunsch! Du hast den Geschmackstest bestanden, aber durch den Eignungstest bist du gnadenlos gefallen. Ansonsten hätte ich dich als Vorkoster mit einem sensationellen Jahreseinkommen engagiert. Tja, Pech gehabt.

Familienrezepte glutenfrei [Rezension]

9783038007036

Zöliakiebetroffene müssen sich nicht selten von Außenstehenden die Frage gefallen lassen: „Glutenfrei? Was kannst du denn überhaupt noch essen?“ Und natürlich gab es Zeiten, in denen verzichtet werden musste, weil das Angebot beschränkt und die Rezeptauswahl mehr als gering war. Glücklicherweise hat sich das in den letzten Jahren immer mehr verändert.

„Ich konzentrierte mich auf all das Neue, das wir nun genossen, anstatt dem nachzutrauern, was nun eben nicht mehr ging.“

Diese positive Entwicklung wird auch eindrucksvoll von Aran Goyoaga in „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“ aufgezeigt, denn mit diesem zieht ein Buch der Extra-Klasse in die Küchen ein und bringt neue, raffinierte und äußerst erlesene Rezeptideen auf den Tisch. Mit 120 Koch- und Backanleitungen rund um die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter wird eindrucksvoll bewiesen, wie unkompliziert, fantasiereich und geschmackvoll eine glutenfreie Familienküche umgesetzt werden kann. Von pikanten Tarten über fantasievolle Salate, delikate Suppen und cremige Eintöpfe bis hin zu fantasievollen Dessertkreationen – die dazu einfach in der Zubereitung und für den täglichen Essenstisch im Kreise der Familie geeignet sind, lässt „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“ keine kulinarischen Wünsche offen. Die einmaligen Rezepte bestechen durch ihre unverwechselbaren Aromen, die vielen unverzichtbaren Ratschläge, eine perfekte Alltagstauglichkeit und das gewisse Etwas. Dazu werden diese jeweils mit einer individuellen Anmerkung oder persönlichen Geschichte der Autorin liebevoll abgerundet. Das Buch versprüht einen unvergleichlichen Charme, den sich der Leser nicht entziehen möchte. Hier bereitet Kochen wieder Freude!

„Dieses Buch ist eine Hommage an die unendlichen Möglichkeiten des glutenfreien Kochens und Backens.“

Zur Autorin:

Die kulinarische Genussreise von Aran Goyoaga begann schon lange vor der Veröffentlichung ihres Kochbuches „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“, nämlich in der Konditorei ihrer Großeltern mit den alten Holztheken, verführerischen Bonbongläsern und sogar einer eigenen Schokoladentheke, der Backstube und einer Küche, welche der Treffpunkt der Familie und der bewirteten Gäste darstellte, in einer baskischen Gemeinde in der Nähe der spanisch-französischen Grenze. So schwärmerisch, wie die Autorin von dieser Zeit berichtet, wird der Betrachter ganz unweigerlich in diesen Bann gezogen und hat alles bildlich vor seinem Auge. Bei ihren anderen Großeltern, welche auf einem Bauernhof wohnten, durchstreifte sie den Wald, ging zum Eier einsammeln in den Hühnerstall oder half der Großmutter im Garten, wo sie viel über Vorratshaltung und Konservierung lernte und den Lauf der Jahreszeiten zu lieben lernte. Mit den Jahren wurden ihre Gerichte immer zelebriert, als eine Komposition von erlesenen Zutaten, gutem Geschmack, faszinierenden Farben, frischen Kräutern, ausgefallenen Vinaigretten, einer einzigartigen Optik auf ausgesuchtem Geschirr – um den Gerichten unterschiedliche Texturen zu verleihen. Diese Leidenschaft zieht sich wie ein roter Faden charmant durch das attraktive Koch- und Backbuch der Extraklasse. Der Weg führte dahin führte sie unweigerlich über den Besuch einer Kochschule, der anschließenden Anstellung in der Patisserieabteilung des „Ritz-Carlton“ in Palm Beach, ihrem ersten eigenen Blog „Canelle et Vanille“ und nicht zuletzt ihrer eigenen Glutenintoleranz und der ihres Kindes. Der Schritt zur glutenfreien Küche fiel ihr selbst nicht schwer, da sie es seit Kindheitstagen gelernt hatte, mit frischen Zutaten zu kochen und ein außergewöhnliches Gespür für die Anpassung der glutenhaltigen Rezepturen an die Besonderheiten des glutenfreien Mehls.

„Und wir hatten nie das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.“

IMG_3157 IIMG_3155 IIMG_3154 IIMG_3153 IIMG_3152 IIMG_3151 IIMG_3150 I

„Die Gliederung des Buches spielen den Segen und die Fülle der Jahreszeiten wider und zeigt, wie wir früher zu Hause gekocht haben.“

Inhalt
Einleitung: Ein Leben rund ums Essen
Glutenfrei leben
So nutzen Sie dieses Buch
Teig ausrollen
Zutaten
Küchenausstattung
Herbst
– pikant süß
Winter
pikant süß
Frühling
pikant süß
Sommer
pikant süß

9783038007036 Familienrezepte glutenfrei
 Pikant und süß
 von Aran Goyoaga
 herausgegeben im AT Verlag
 ISBN: 978-3-03800-703-6
 Einband gebunden, 304 Seiten
 Gewicht: 1399 g
 Format: 20.3 cm x 25.3 cm



              Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses 
              Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den 
              Inhalt dieser Rezension hat der Verlag und/oder 
              der Autor dieses Buches aber selbstverständlich 
              keinen Einfluss genommen. 
              Der Inhalt dieser Rezension entspricht 100%ig meinem 
              persönlichen Eindruck des Buches. 

Interview mit Dr. med. Eberhard J. Wormer „Verschiedene Faktoren haben zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen“

„Verschiedene Faktoren haben zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen“

„Die Schilddrüse ist sozusagen der Energieregler des Körpers. Und sie ist als Teil eines Hormon-Steuerungssystems mit anderen Reglersystemen vernetzt: Sexualhormone, Stresshormone etc. Ist ein Reglersystem beeinträchtigt, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der anderen Reglersysteme – deshalb gibt es so viele verschiedene Symptome. Zur erfolgreichen Behandlung von Hashimoto brauchen Sie zwei Dinge: erstens einen Facharzt für Endokrinologie, zweitens Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz und Handlungsbereitschaft.“ Im Gespräch spricht der Arzt Dr. med. Eberhard J. Wormer, Autor u. a. des im Mankau Verlag erschienenen Ratgebers „Hashimoto“, über die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, ihre Entstehung und mögliche Heilungschancen.

Interview mit dem Arzt und Buchautor Dr. med. Eberhard J. Wormer:

Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste bekannte Autoimmunerkrankung, trotzdem ist sie sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei der Ärzteschaft zu wenig bekannt. Was sind die Gründe dafür?

Dr. Wormer: Die wichtigsten Ursachen heißen: Unwissenheit und Bequemlichkeit. Einmal mehr stehen Haus- und niedergelassene Ärzte in schlechtem Licht da. Der Schilddrüsenstoffwechsel bzw. die Endokrinologie sind komplizierte Themen. Das macht Arbeit, also lässt man die Finger davon. Hashimoto, Fibromyalgie oder Vitamin D-Mangel produzieren jede Menge unspezifische Beschwerden, häufige Arztbesuche und Medikamentenverordnungen. Warum sollten Ärzte daran etwas ändern wollen? Das ist eine gute Geschäftsgrundlage, zum Nachteil der Betroffenen, die viel zu lange mit Nebenwirkungen und verminderter Lebensqualität leben müssen. Medien versuchen hin und wieder, das Thema so gut es geht zu behandeln. Letztendlich bleiben für die breite Öffentlichkeit Ratgeber, Mundpropaganda und Selbsthilfegruppen die besten Gegenmaßnahmen.

Mit welchen Symptomen und Beschwerden haben die Betroffenen dieser Störung des Immunsystems zu kämpfen?

Dr. Wormer: Störungen der Schilddrüsenfunktion betreffen den ganzen Menschen. Die Beschwerden sind deshalb so vielfältig, weil Schilddrüsenhormone an den Zellen fast aller Organe andocken können. Deshalb treten sehr unterschiedliche Beschwerden auf. Haut und Haare, Magen und Darm, Herz und Kreislauf, Gehirn und Nervensystem, die Psyche, die Muskulatur und das Fettgewebe können betroffen sein. Im klassischen Fall kommt es anfangs zu Symptomen der Schilddrüsenüberfunktion, die sich nachfolgend abschwächen und am Ende in eine chronische Unterfunktion übergehen. Variationen dieses Ablaufs, etwa phasenweise abwechselnde Unter- und Überfunktion, sind möglich. Denken Sie an Ihre Schilddrüse, wenn Sie Müdigkeit und Erschöpfung spüren, wenn Schlafstörungen und gedrückte Stimmung auftreten, wenn Sie an Gewicht zunehmen, wenn Sie nervös und reizbar sind oder wenn die Verdauung verrückt spielt.

Die Schilddrüse ist Teil des komplexen Netzwerks endokriner Prozesse. Wie kann man sich die Funktionsweise dieses Systems vorstellen, und welche Ursachen und Risikofaktoren sind für Fehlfunktionen verantwortlich?

Dr. Wormer: Die Schilddrüse ist sozusagen der Energieregler des Körpers. Und sie ist als Teil eines Hormon-Steuerungssystems mit anderen Reglersystemen vernetzt: Sexualhormone, Stresshormone etc. Ist ein Reglersystem beeinträchtigt, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der anderen Reglersysteme – deshalb gibt es so viele verschiedene Symptome. Die Entstehung von Hashimoto ist klar: Eigene Immunzellen greifen das Drüsenorgan an und sorgen dafür, dass die Schilddrüse schubweise vernichtet wird. Risikofaktoren sind größtenteils moderne Lebensstilfaktoren! Nicht jede Schilddrüse verträgt das auf Dauer: jodangereichertes Salz, ungesunde nährstoffarme Nahrungsmittel, zu viele Kohlenhydrate und Klebereiweiß aus Getreideprodukten, zu wenig Sonne, zu wenig Vitamin D. Wahrscheinlich haben diese Faktoren zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen.

Diagnose und Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis gelten in der Medizin als schwierig, dennoch gibt es Behandlungserfolge und wirksame Bewältigungsstrategien. Welche Therapiekonzepte sind hier besonders geeignet?

Dr. Wormer: Unwissenheit ist das Problem, Wissen ist die Lösung des Problems. Zur erfolgreichen Behandlung von Hashimoto brauchen Sie zwei Dinge: erstens einen Facharzt für Endokrinologie, zweitens Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz und Handlungsbereitschaft. Im Prinzip besteht das Therapiekonzept darin, dass die zunehmend schrumpfende, natürliche Hormonproduktion der Schilddrüse durch einen einigermaßen passenden Hormonersatz möglichst bedarfsgerecht und naturnah nachgeahmt wird. Das Problem ist die zeitliche Verzögerung der Hormonwirkung. Um das in den Griff zu bekommen, ist Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz gefragt. Irgendwann wissen Sie, wann Sie wie viel Hormon einnehmen müssen, um die beste Lebensqualität zu erreichen. Das regeln Sie selbst, ohne Arzt – der darf dann die Laborwerte bestimmen.

Die Symptome bei Hashimoto lassen sich schwer zuordnen, da sie sowohl Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion als auch ‑überfunktion umfassen. Was können Betroffene zur Klärung beitragen, wenn sie entsprechende Beschwerden an sich beobachten?

Dr. Wormer: Wie gesagt, Hashimoto, Fibromyalgie und Vitamin D-Mangel, vielleicht noch „Burnout“ – um nur die häufigsten Symptomkomplexe zu nennen – verursachen gleichermaßen unspezifische Beschwerden. Ich könnte beispielsweise raten: Wenn Sie an Schlafstörungen leiden, denken Sie zuerst an Ihre Schilddrüse, dann an Ihren Vitamin D-Status – oder umgekehrt. Befindlichkeitsstörungen, die sich am gesamten Organismus unspezifisch äußern, haben eine simple gemeinsame Ursache: Schilddrüsenhormon und Vitamin D werden für alle Zellen, Gewebe und Organe in ausreichender Menge gebraucht – daran würde ich zuerst denken. Also: Lassen Sie Ihre Schilddrüsenwerte und Ihren Vitamin D-Status (25(OH)D) im Labor kontrollieren. Kümmert man sich um diese beiden Gesundheitsfaktoren, kommt es überraschend oft zu „Heilerfolgen“.

Frauen sollen etwa zwölfmal häufiger an Hashimoto-Thyreoditis erkranken als Männer – welche Faktoren spielen hier eine Rolle?

Dr. Wormer: Das ist schwer zu sagen. Auffällig ist, dass Frauen auch von anderen Autoimmunerkrankungen häufiger betroffen sind. Sie sind auch stärker von Hormonschwankungen betroffen, die nicht nur von der Schilddrüse kommen. Das bezieht sich vor allem auf das Gleichgewicht der Sexualhormone. Hier verändern sich in drei Lebensphasen die Hormonspiegel im Blut: Pubertät, Schwangerschaft/Wochenbett und Wechseljahre. Offenbar steht deshalb das gesamte Hormonnetzwerk immer wieder schwer unter Druck, wobei das Risiko für fehlerhafte Immunreaktionen ansteigt. Jede Geburt bringt das weibliche Hormonsystem an die Grenze seiner Belastbarkeit. Die enge Vernetzung der Schilddrüse mit dem endokrinen System, insbesondere den zentralen Anteilen (Hypothalamus, Hypophyse), macht bei Schilddrüsenstörungen etwa auch die Eierstöcke störungsanfällig: Die übergeordneten Steuerzentren Hypothalamus und Hypophyse regulieren die Hormonproduktion der Schilddrüse und der Eierstöcke.

Trotz unbekannter Ursachen und geringer Heilungschancen ist ein nahezu beschwerdefreies Leben mit Hashimoto möglich. Welche Empfehlungen zur Selbsthilfe können Sie Betroffenen geben?

Dr. Wormer: Machen Sie sich kundig. Informieren Sie sich über Hashimoto mit Fach- und Ratgeberliteratur. Informieren Sie sich im Internet in Betroffenenforen und auf Selbsthilfeseiten. Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet lesen! Beobachten Sie sich selbst in Bezug auf die Wirkungen von Schilddrüsenhormon, das Sie einnehmen. Entwickeln Sie eine Intuition für die richtige Dosierung. Hören Sie Ihrem Arzt zu – aber tun Sie das, was Sie für richtig halten. Je weniger Arztbesuche, desto höher ist Ihre Lebensqualität. Suchen Sie sich Verbündete und Unterstützung in Ihrem persönlichen Umfeld. Sie schließen Frieden mit Ihrer geplagten Schilddrüse. Sie eliminieren ernährungsbedingte Risiken wie Gluten und Jod. Sie bekämpfen Stress mit Autogenem Training und Yoga. Sie genießen Ihren gesunden Lebensstil. Versuchen Sie es. Geben Sie nicht auf. Sie schaffen das.

Das Interview wurde im August 2014 geführt. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlages.

Wormer_Hashimoto_1000pxDr. med. Eberhard J. Wormer
Hashimoto
Kompakt-Ratgeber
Symptome richtig erkennen
Ursachen und Therapien finden
Selbsthilfeangebote nutzen
Mankau Verlag, 1. Aufl. Nov. 2014
Klappenbroschur, 127 S., 11,5 x 16,5 cm
7,99 € (D) / 8,20 € (A)
ISBN 978-3-86374-175-4

Vitamin D – Das Sonnenhormon [Buchvorstellung]

„Die körperliche Gesundheit gleicht der Stabilität eines Hauses: Jeder Stein muss sitzen, um stabil zu bleiben.“

Der Mankau Verlag steht für Bücher, die den Horizont erweitern. Mit dem Kompaktratgeber „Vitamin D – Das Sonnenvitamin“ von Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Facharzt für Nuklear-, Ernährungs- und Präventionsmedizin sowie Gründer der „Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention“, welcher sich heute mit der Erarbeitung von Präventionskonzepten und der praktischen Umsetzung befasst sowie William B. Grant, Ph. D., der als einer der führenden Vitamin-D-Experten gilt und sich insbesondere der Epidemiologie chronischer Krankheiten in Abhängigkeit von der Sonnenaussetzung widmet, wurde zweifelsohne eine Thematik aufgegriffen, welche nicht nur lange von ärztlicher Seite zu Unrecht stiefmütterlich behandelt wurde. Neueste medizinische Erkenntnisse zeigen die außerordentliche Relevanz von Vitamin D für die Gesundheit und den menschlichen Organismus, die heilende Kraft auf den Körper sowie die Prävention von chronischen Krankheiten.

„Besonders Kinder brauchen Zeit an der frischen Luft“

Dabei zeigt das Buch auf 95 Seiten praxisorientiert und leicht verständlich auf, wie wichtig das UV-Licht und das Sonnenhormon Vitamin D für uns ist, es führt zu einem natürlichen Verhältnis zur Sonneneinstrahlung zurück und belegt, dass auch hier das Zitat von Paracelsus gilt: „„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“

Die umfangreichen Informationen werden durch den Fragebogen zum individuellen Lebensstil mit der persönlichen Sofortauswertung aus der Gesamtanzahl der angekreuzten Punkte heraus sowie die Auflistung der verfügbaren Arzneimittelpräparate, welche die geeigneten Monopräparate zur Vitamin D Prophylaxe sowie Therapie mit Produktnamen, Form der Darreichung und Konzentration/Dosis aufzeigt, optimal abgerundet. Sehr wertvoll zur eigenständigen Selbstkontrolle sind auch die Berechnungsformeln der zum Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels benötigten Mengen an künstlich hergestelltem Sonnenhormon als Dauertherapie oder als kurzfristige Aufsättigung, abhängig davon, ob der Zielspiegel erst nach Monaten oder binnen weniger Wochen erreicht werden soll.

„Aktive Gesundheitsvorsorge schenkt Lebensqualität.“

Inhalt:

Einleitung
Grundlagenwissen Vitamin D
Die Sonne – Fluch oder Segen für den Menschen
Menschheit, wohin bist du gekommen?
Chemiekonzern Körper
Das „Sonnenhormon“ Vitamin D
Wieviel Vitamin D brauchen wir?
Labortest: der Vitamin-D-Gehalt im Blut
Woher bekomme ich Vitamin D?
Vitamin-D-Aufnahme über die Nahrung
Vitamin-D-Aufnahme über UV Strahlen
Vitamin-D-Aufnahme in aufbereiteter Form
Vitamin D im Kampf gegen Krankheiten
Heilmittel Vitamin D?
Vitamin D und Krebs
Die Bedeutung des Sonnenlichts
Warum Krebszellen keine Sonne mögen
Beispiel Hautkrebs
Auch Metatatasen sind Sonnengegner
Gesundheitsprävention
Lebensaufgabe Gesundheit
Defizite summieren sich
Nötige Ursachenforschung
Allgemeine Prävention
Eine Frage von Zeit und Geld
Verhaltens- und Verhältnisprävention
Effektive Ersatzbeschaffung
Nahrungsergänzungsmittel – ein Versuch
Anhang
Informationen zu Vitamin-D-Präparaten
Ergänzende Literatur
Internetadressen
Register

Unsere Empfehlung: Bei den Kontrolluntersuchungen nach einer Zöliakiediagnose im Rahmen einer Blutabnahme auch stets den Vitamin D Wert bestimmen lassen!

Vitamin D Spitz_VitaminD Prof. Dr. med. Jörg Spitz / William B. Grant, Ph. D.
 Kompaktratgeber Vitamin D – Das Sonnenhormon
 - Warum die Sonne so wichtig für uns ist
 - Wie Sie Ihren Vitamin-D-Vorrat auftanken
 Mankau Verlag, 1. Aufl. Nov. 2014; 
 7,99 Euro (D) / 8,20 Euro (A)
 Klappenbroschur, 11,5 x 16,5 cm, 95 S.
 ISBN 978-3-86374-178-5

Interview mit Präventionsmediziner und Vitamin-D-Experte Prof. Dr. med. Jörg Spitz

„Nur mit ausreichend Vitamin D können unsere Zellen optimal funktionieren und uns vor chronischen Krankheiten schützen“

„Vitamin D bildet die Vorstufe eines Hormons, das nahezu alle Zellen unseres Körpers für ihren Stoffwechsel benötigen. Dementsprechend sind von einem Mangel an Sonnenhormon fast alle Prozesse in unserem Organismus betroffen; das gilt für unser Gehirn ebenso wie für unsere Muskulatur und unser Immunsystem. Die einfachste und natürlichste Möglichkeit, sich mit ausreichend Vitamin D zu versorgen, ist die Sonnenexposition unserer Haut. Es gibt keinen Grund, dabei Angst vor Krebs zu haben, wenn man sich bewusst macht: Allein die Dosis macht das Gift. Wer das richtige Maß kennt, kann sich mithilfe der UV-Strahlung vor Krebs und anderen schweren Krankheiten schützen!“ In seinem Kompakt-Ratgeber „Vitamin D – Das Sonnenhormon“ erklärt der Präventionsmediziner und Vitamin-D-Experte Prof. Dr. med. Jörg Spitz zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen William B. Grant, Ph. D., warum das Leben spendende Sonnenlicht und das „Sonnenhormon“ so wichtig für unsere Gesundheit sind und wie wir unseren Vitamin-D-Vorrat auftanken können.

Interview mit Präventionsmediziner und Vitamin-D-Experte Prof. Dr. med. Jörg Spitz

Die Wissenschaft ist sich heute einig über die gesundheitsfördernden Wirkungen von Vitamin D. Warum ist der Vitamin-D-Mangel trotzdem weltweit so verbreitet?

Prof. Spitz: Der Grund für den weltweiten Mangel liegt in dem veränderten Lebensstil der Menschen, die in allen industrialisierten Ländern nicht mehr im Freien arbeiten und auch ihre Freizeit größtenteils in geschlossenen Räumen oder Fahrzeugen verbringen. Dort kann jedoch keine Sonnenexposition der Haut stattfinden, und dann fehlt es eben an Sonnenhormon.

Woher stammt eigentlich die Bezeichnung „Sonnenhormon“, und welche Rolle spielt das Sonnenlicht bei der Vitamin-D-Produktion?

Prof. Spitz: Nur die UV-B-Strahlung der Sonne ist in der Lage, in der Haut aus einer Vorstufe des Vitamins D eine weitere Vorstufe zu bilden, die dann in der Leber nochmals weiter verarbeitet wird. Ein höchst komplizierter Vorgang, der unterbrochen wird, wenn die Haut nicht der Sonne ausgesetzt wird. Andererseits hat die Forschung ergeben, dass Vitamin D kein Vitamin ist, das wir essen müssen oder können, sondern eine Hormonvorstufe. Beide Aspekte zusammen ergeben dann den Begriff des „Sonnenhormons“.

Mittlerweile steht nicht mehr allein die Wirkung des Sonnenhormons am Knochen im Zentrum der Forschung. Welche anderen Prozesse des Organismus werden davon entscheidend beeinflusst?

Prof. Spitz: Da Vitamin D die Vorstufe eines Hormons ist, das praktisch alle Zellen für ihren Stoffwechsel benötigen, gibt es so gut wie keinen Prozess im Körper, der nicht von einem Mangel betroffen wird. Dies gilt für die Nervenzellen des Gehirns genauso wie für die Zellen der Muskulatur oder des Immunsystems.

Gibt es Möglichkeiten festzustellen, wie hoch der Vitamin-D-Spiegel ist? Wie oft sollte man diesen untersuchen und was gilt als optimaler Wert?

Prof. Spitz: Die problemlose Messbarkeit des Vitamin-D-Spiegels im Blut mit Hilfe einer einfachen Blutentnahme ist eine der großen Vorteile dieser Präventionsmaßnahme. Zunächst gilt es, einen Ausgangswert zu bestimmen. Dieser wird bei der ersten Messung im Zweifelsfall erniedrigt sein. Er sollte dauerhaft zwischen 40 und 50 ng/ml liegen. Eine Kontrolle nach etwa drei Monaten zeigt dann, ob die eingeleiteten Maßnahmen den gewünschten Effekt hatten. Zur weiteren Optimierung des Verfahrens ist grundsätzlich eine Kontrolle ein- bis zweimal im Jahr hilfreich.

Woher bekommt man eigentlich ausreichend Vitamin D? Und was ist zu tun, wenn man die Sonne nicht verträgt oder Angst vor Hautschädigungen hat?

Prof. Spitz: Die von der Sonne beschienene Haut ist die primäre Quelle für das Sonnenhormon. Allerdings klappt das in unseren Breiten nur zwischen April und September, wenn die Sonne ausreichend hoch steht. Dies gilt auch im Sommer nur für die Zeit zwischen 11 und 14 Uhr. Je mehr Haut der Sonne ausgesetzt wird (ohne Kleidung und Sonnencreme), desto mehr Vitamin D wird produziert. In der Badehose schafft man(n) so locker 15.000 IE in 20 bis 30 Minuten. Dann kann man das Sonnenbad beenden, da zusätzliche Zeit keine zusätzliche Vitamin-D-Bildung bewirkt bzw. vorhandenes Hormon wieder zerstört wird.

Wer Angst vor schrumpeliger Haut oder Hautkrebs hat, der kann pharmakologisch hergestelltes Vitamin D einnehmen, so wie es seit Jahrzehnten bereits zur Vorbeugung der Rachitis bei Kindern gemacht wird. Nur die Dosis muss halt für Erwachsene bzw. an das Körpergewicht angepasst werden.

Das Sonnenhormon Vitamin D hat sowohl eine heilende als auch vorbeugende Funktion bei einer Vielzahl von Krankheiten. Welche sind dies zum Beispiel?

Prof. Spitz: In der Tat liegt die Stärke von Vitamin D gerade in der Vermeidung von chronischen Krankheiten. Dies gilt für alle entzündlichen Prozesse von Rheuma über die Psoriasis bis zu entzündlichen Darmerkrankungen, für die Entwicklung bösartiger Tumore vom Malignen Melanom bis zum Brust- und Darmkrebs und für praktisch alle Erkrankungen des Gehirns von der Multiplen Sklerose bis zur Demenz.

Sie beschreiben die paradoxe Situation, dass die UV-Strahlen des Sonnenlichts einerseits Hautkrebs verursachen können, andererseits die Produktion von Vitamin D anregen, das u. a. vor Krebs schützt. Wie ist das zu verstehen und was ist dann die richtige Dosis für Sonne?

Prof. Spitz: Der Schlüssel zum Verständnis ist die altbewährte Regel: „Die Dosis macht das Gift.“ Der weiße Hautkrebs (z. B. das Basaliom) entsteht vor allem im Gesicht, wenn dieses zu viel und zu häufig von der Sonne bestrahlt wird. Deswegen sollte man auch, entgegen der landläufigen Empfehlung, eben nicht das Gesicht in die Sonne halten, um Vitamin D herzustellen, sondern andere Körperstellen, die sonst eher keine Sonne bekommen. In der Regel reicht es, etwa zwei- bis dreimal pro Woche die Arme und Beine für 15 bis 20 Minuten der Sonne auszusetzen – aber um die Mittagszeit und nicht morgens oder abends, wenn die UV-Strahlung zu gering ist. Will oder muss man länger in der Sonne bleiben, ist ein Sonnenbrand zu vermeiden. Dazu ist Kleidung besser geeignet als Sonnencreme, da letztere aus chemischen Substanzen besteht, die ebenso wie ihre unter Sonneneinwirkung entstehenden Reaktionsprodukte von der Haut aufgenommen werden und den Körper belasten.

Die Haut ist nicht lediglich eine empfindliche Schützhülle des Körpers, sondern ein lebenswichtiges Organ, das lange vernachlässigt wurde. Was muss getan werden, um ihren vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden?

Prof. Spitz: Wir sollten unsere Haut wie jedes andere Organ regelmäßig benutzen. Dies bedeutet, sie nicht nur der Sonne, sondern auch weiteren Reizen wie Wind, Kälte und mechanischer Belastung auszusetzen. Nur dann können wir davon ausgehen, dass unsere Haut fit bleibt. Andernfalls wird sie genauso schrumpfen wie unsere Muskulatur und unser Gehirn.

Bei der Vitamin-D-Versorgung empfehlen Sie ja durchaus den Rückgriff auf Nahrungsergänzungsprodukte. Gibt es hier eine Qualitätskontrolle und was gehört noch zu einer sinnvollen Gesundheitsvorsorge?

Prof. Spitz: Alle Produkte aus der Apotheke können ohne Bedenken genommen werden, da stimmt die Qualität. Allerdings sollten es möglichst Vitamin-D-Präparate ohne Kalzium sein, damit keine Überdosierung mit Kalzium erfolgt; mehr als 1.000 Milligramm Kalzium am Tag sind nicht sinnvoll, und diese Dosis erhält man in der Regel über eine gesunde Ernährung. Wichtig ist, täglich oder wöchentlich eine ausreichende Dosis Vitamin D einzunehmen. Hierbei hilft dann die Kontrolluntersuchung des Blutspiegels. Was sonst noch alles zu einer sinnvollen Gesundheitsvorsorge gehört, werde ich lieber in meinem nächsten Buch beschreiben; es würde den Rahmen dieses Interviews bei Weitem sprengen!

Das Interview wurde im November 2014 geführt. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlages.

Vitamin D Spitz_VitaminDProf. Dr. med. Jörg Spitz / William B. Grant, Ph. D.
 Vitamin D – Das Sonnenhormon
 - Warum die Sonne so wichtig für uns ist
 - Wie Sie Ihren Vitamin-D-Vorrat auftanken
 Mankau Verlag, 1. Auflage November 2014; 
 7,99 Euro (D) / 8,20 Euro (A)
 Klappenbroschur, 11,5 x 16,5 cm, 95 S.
 ISBN 978-3-86374-178-5