Interview mit dem Experten für Volksheilkunde Dr. Günter Harnisch „Chia bringt Körper und Geist in Topform!“

 

„Chia-Samen sind kleine Kraftpakete voller Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien, Ballaststoffe und hochwertiger Fettsäuren. Sie stellen dem Körper ein Höchstmaß an Energie für viele Stunden zur Verfügung und sind so eine optimale Nahrungsgrundlage für Sportler, Senioren, Schwangere – und überhaupt für jeden, der seinem Organismus etwas Gutes tun und ihn optimal versorgen will!“ Dr. Günter Harnisch, Experte für Volksheilkunde und Leiter des Arbeitskreis: gesund leben, stellt in seinem neuen Kompakt-Ratgeber Chia, die „Powernahrung“ der Azteken, vor, beschreibt ihre wertvollen Inhaltsstoffe und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sowie einige leckere und einfache Rezepte.

 

Nahrungsmittel sind in den westlichen Industrienationen reichlich vorhanden; jedoch nimmt deren Nährstoffgehalt ab und der Anteil zivilisationsbedingter Erkrankungen zu. Welche Ernährung kann hier Abhilfe schaffen?

 

Dr. Harnisch: Ein wirksamer Schutz vor den stark im Zunehmen begriffenen, typischen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs ist am besten durch eine vitalstoffreiche Ernährungsweise aufzubauen, wie wir sie beispielsweise in der  mediterranen Kost finden: mit wenig Fleisch und wenig Zucker, dafür mit einem hohem Anteil an frischem Obst und Gemüse. Dazu Nüsse und Samenkörner – und vor allem Chia als ausgesprochene Powernahrung voller Vitalstoffe.

 

Chia galt bereits bei den Azteken und Maya als traditionelles Heil- und Lebensmittel. Woher stammt die Pflanze ursprünglich und wo lässt sie sich heute finden bzw. anbauen?

 

Dr. Harnisch: Chia stammt ursprünglich aus Mexiko. Inzwischen wird die Pflanze auch in Guatemala, Argentinien, Kolumbien, Peru und in Bolivien nachhaltig angebaut, ebenso in Australien und im Süden der USA. Wegen der Gefahr von Fäulnis gedeiht sie nur in Gegenden ohne übermäßige Regenfälle.

 

Was einst den Göttern und ausgewählten Athleten vorbehalten war, gilt heute als „Powernahrung“. Welche Wirkungen von Chia führten zu einer Zuschreibung nahezu „übermenschlicher“ Kräfte?

 

Dr. Harnisch: Bei internationalen Ultra-Marathonläufen in Amerika konnte man beobachten, dass Angehörige bestimmter Stämme mexikanischer Ureinwohner immer wieder ungewöhnlich gut abschnitten. Sie liefen Hunderte von Kilometern leicht, locker, fast meditativ, so als ob ihnen die Anstrengung überhaupt nichts ausmachte. Während solcher Extrem-Sportveranstaltungen nahmen sie nur Chia und etwas Wasser zu sich. Die kleinen Samenkörner stellen dem Körper ein Höchstmaß an Energie für viele Stunden bereit. Sie bringen Körper und Geist in Topform und bieten so eine optimale Nahrungsgrundlage für Spitzensportler. Ebenso empfehlen sie sich für geistig Schaffende, für Schwangere, Senioren und Rekonvaleszenten.

 

Immer mehr Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse belegen die wertvollen Inhaltsstoffe und deren positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Wodurch zeichnet sich Chia im Einzelnen aus?

 

Dr. Harnisch: Chia-Samenkörner enthalten weit mehr Omega-3-Fettsäuren als Lachs, und das in einem besonders günstigen Verhältnis zu Omega-6-Fettsäuren. Ihr Calcium-Gehalt übertrifft den von Milch um das Fünffache. Der Kalium-Anteil ist doppelt so hoch wie in Bananen, und in ihrem Eisengehalt sind sie dreimal ergiebiger als Spinat. Mit einer dreifachen Menge an Antioxidantien stellen Chia-Samen sogar Heidelbeeren in den Schatten.

 

Als „Alleskönner unter den Pflanzen“ unterstützen Chia-Samen eine ganzheitliche und vollwertige Ernährungsweise. Worauf sollte man bei der Verwendung besonders achten?

 

Dr. Harnisch: Ich empfehle, den Chia-Konsum fest in die täglichen Ernährungsgewohnheiten einzubeziehen, sodass er zum Alltagsritual wird, über das man nicht mehr jedesmal neu nachdenken muss. Wie dies am besten geschieht, hängt vom persönlichen Tagesablauf und Geschmack jedes Einzelnen ab. Am einfachsten ist meist, Chia über das Frühstücksmüsli zu streuen oder in einen Becher Joghurt einzurühren. So kann man die Chia-Kraft den ganzen Arbeitstag über nutzen und bekommt nicht so schnell wieder Hunger. Das hilft wiederum, Übergewicht abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen auch Allergien und Lebens­mittel­unverträglichkeiten dramatisch zu. Wie kann Chia hier sinnvoll eingesetzt werden?

 

Dr. Harnisch: Chia ist glutenfrei und deshalb besonders für Menschen geeignet, die Weizen oder andere Getreidesorten nicht vertragen. Aber auch bei anderen Allergieformen scheint sich Chia nach bisher vorliegenden Untersuchungen ausgesprochen  günstig auszuwirken.

 

Gibt es eigentlich auch Beschwerden oder Vorerkrankungen, bei denen von Chia abzuraten ist? Kann zum Beispiel ein „Zuviel des Guten“ bei der Powernahrung vorkommen?

 

Dr. Harnisch: Bei Menschen mit vorgeschädigtem Darm kann es in seltenen Fällen anfangs zu leichten Durchfällen kommen. Dann empfiehlt es sich, in den ersten Tagen die Dosierung ein wenig zu verringern. Erfahrungsgemäß gewöhnt sich der Darm schnell an die ballaststoffreiche gesunde Kost und verträgt sie gut. Wichtig ist, bei der Einnahme von Chia genügend zu trinken, denn die Samenkörner quellen bis zum Vielfachen ihres Gewichts und nehmen dabei viel Flüssigkeit auf.

Empfohlen wird meist, zur optimalen Nährstoffversorgung einen bis zwei Esslöffel Chia-Samen pro Tag zu essen. Eine Obergrenze für den Genuss von Chia gibt es nicht. Wie bei allen anderen Nahrungsmitteln ist es am besten, auf die eigene innere Stimme zu hören. Sie sagt einem schon, wann es genug ist.

 

Ihr Kompakt-Ratgeber enthält auch einige Rezepte mit Chia. Wie verwendet man die Pflanzensamen am besten in der alltäglichen Küche und wo bekommt man Chia-Samen hierzulande?

 

Dr. Harnisch: Chia-Fans mischen die Samenkörner häufig in Joghurt, Fruchtsäfte, Brot, Salate, Omeletts und andere Mahlzeiten. Man kann Chia auch mit Weizenmehl mischen und Brot, Muffins oder Pizza backen oder Suppen, Desserts sowie viele andere Gerichte damit zubereiten. Chia-Samen sind in Reformhäusern und im Online-Handel zu bekommen.

 

Das Interview wurde im Februar 2015 geführt.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlages

 

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Dr. Günter Harnisch
Chia. Kompakt-Ratgeber
Fit und schlank mit der Powernahrung der Azteken
Mankau Verlag, 1. Aufl. März 2015
Klappenbroschur, 11,5 x 16,5 cm, 95 S.
7,99 Euro (D) / 8,20 (A), ISBN 978-3-86374-202-7
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Fibromyalgie: Interview mit dem Arzt und Buchautor Dr. med. Eberhard J. Wormer

„Das Erscheinungsbild der Fibromyalgie ist vielgestaltig – ebenso die Möglichkeiten der Behandlung“

„Die genauen Mechanismen des Fibromyalgie-Syndroms sind nach wie vor unklar; höchstwahrscheinlich entsteht es aus einer Kombination von persönlicher Veranlagung und verschiedenen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Wohl ebenso schmerzhaft wie der körperliche Schmerz ist für die Betroffenen jedoch oft die Erfahrung, dass ihre Leidensgeschichte von Ärzten und ihrer Umwelt nicht ernst genommen oder sie, schlimmer noch, als ‚Simulanten‘ abgestempelt werden.“ Der Arzt Dr. Eberhard J. Wormer klärt in seinen beiden Ratgebern „Fibromyalgie“ über die Schmerzkrankheit auf, erläutert leicht verständlich den aktuellen medizinischen Wissenstand und gibt wertvollen Rat zu den diversen Behandlungsmöglichkeiten, die – in der richtigen Kombination und in einer individuell maßgeschneiderten Therapie – den Betroffenen zu Schmerzfreiheit und damit zu neuer Lebensqualität verhelfen können.

Immer mehr Menschen sind von der chronischen Schmerzerkrankung betroffen. Existiert die Schmerzkrankheit wirklich oder ist sie bloße „Einbildung“?

Dr. Wormer: Die Existenzfrage steht nach wie vor im Raum, zumindest bei vielen Ärzten, die die Schmerzkrankheit bezweifeln oder schlecht informiert sind. Tatsächlich begann die Erforsch­ung der Fibromyalgie (FMS) bereits 1972. Seit 1990 gibt es die Fibromyalgie-Definition der Amerikanischen Rheumatologen (ACR). Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und in der deutschen Krankheitenliste (2008) ist FMS mit eigenen Codes vertreten. Die aktualisierte deutsche Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Fibromyalgie stammt aus dem Jahr 2012. Je nach Standpunkt liegt die Zahl der Schmerzkranken in Deutschland bei fünf bis elf Millionen. Mit einem Wort: Die Schmerz­krankheit Fibromyalgie existiert. Wer das Gegenteil behauptet, äußert eine persönliche Meinung, die der Faktenlage widerspricht und menschliches Leiden missachtet.

Was sind mögliche Ursachen?

Dr. Wormer: Die Entstehung chronischer Schmerzen hat mit der Arbeitsweise unseres Gehirns zu tun. Das Gehirn ist eine außergewöhnliche „Lernmaschine“, und es ist immer in Betrieb. Ständiger Input kommt von Sinneswahrnehmungen, auch vom Frühwarnsystem der Schmerzem­pfin­dung. Ausnahmslos jeder Input wird für Lernprozesse benutzt. Schmerz wird gelernt. Da schmerzhafte Ereignisse mit Verletzung, Bedrohung, Verlust und traumatischen Zuständen verbunden sind und starke Gefühle freisetzen, werden sie vom Gehirn als besonders wichtig eingestuft und nachhaltig in das Gedächtnis „eingraviert“. Somit bleibt der gelernte Schmerz erhalten, obwohl die Ursache längst verschwunden ist. Daraus lässt sich ableiten, dass die richtige Schmerztherapie eine sofortige Schmerztherapie ist oder absehbaren Schmerz im Vorfeld bekämpft. Wird dies versäumt, setzt sich der Schmerz fest und kann zur hartnäckigen, schwer beeinflussbaren Schmerzkrankheit werden. Eine einzelne Ursache für Fibromyalgie gibt es nicht, sie entsteht höchstwahrscheinlich aus einer Kombination von Veranlagung und verschiedenen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren wie traumatische Erfahrungen, psychische Probleme, Dauerstress und ein ungesunder Lebensstil. In jedem Fall ist die zentrale Schmerzverarbeitung gestört, doch die genauen Mechanismen von chronischem Schmerz sind leider noch unklar.

Oft haben Betroffene eine jahrelange Odyssee hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Woran liegt das?

Dr. Wormer: Für den Arzt ist die Diagnose Fibromyalgie eine relativ einfache Sache – vorausgesetzt, er nimmt die Leidensgeschichte seines Patienten ernst und ist zumindest in Grundzügen über die Schmerzkrankheit informiert. Das ist jedoch in der Realität nur selten der Fall, was selbst deutsche Schmerzexperten zugeben. Es ist bequemer, an den vielfältigen Symptomen herumzudoktern, als sich intensiv mit der Schmerzgeschichte des Patienten zu befassen. Hinzu kommen fehlendes Fachwissen, Misserfolge bei Behandlungen und zunehmende Verzweiflung auf beiden Seiten. Am schlimmsten ist die Stigmatisierung des Schmerzkran­ken als „Simulant“ oder „Psycho“. Ein tragisches Dilemma für Betroffene. Kein Wunder, dass es lange dauert, bis der definierte Krankheitszustand endlich anerkannt wird. Das Thema Schmerz war bislang kaum in der ärztlichen Ausbildung vertreten. Und von angemessener Schmerztherapie, etwa mit Opiaten, haben noch immer viele Ärzte wenig Ahnung. Eine wahrhaft schmerzliche Erkenntnis. Die Ärzteschaft hat Besserung gelobt.

Bei der Suche nach der organischen Ursache für die Krankheit tappen Mediziner bislang im Dunkeln. Gibt es neue Entwicklungen oder gar einen Durchbruch in der Forschung?

Dr. Wormer: Das Schmerzgeschehen ist eine komplexe Sache. Es liegt auf der Hand, dass es schwierig ist, organische Ursachen zu finden, wenn man die Neurobiologie der Gedächtnisbildung berücksichtigt. Das heißt, chronischer Schmerz ist wie jeder andere Lerninhalt als Gewebestruktur im Gehirn hinterlegt. Mittlerweile befasst sich die Forschung wieder mit der Suche nach neuen Schmerzmitteln. Man geht etwa von der Annahme aus, dass Schmerz mit Entzündungsprozessen an Nerven verbunden ist; das Interesse richtet sich dabei auf Gliazellen („Nervenhüllen“). Eine Erfolgsmeldung aus Würzburg besagt, dass man Schädigungen von kleinkalibrigen Schmerzfasern als Ursache ausgemacht hat – hier erhofft man sich den Nachweis des krank machenden Auslösers. Mit einem „Durchbruch“ ist aber nicht zu rechnen. Fibromyalgie bleibt weiterhin ein medizinisches Rätsel, ein allseits wirksames Heilmittel wird es vorerst sicher nicht geben.

Welche medizinischen Therapiekonzepte gibt es für die Fibromyalgie? Sind hier auch Maßnahmen zur Selbstbehandlung oder alternative Heilmethoden möglich?

Dr. Wormer: Dem vielfältigen Erscheinungsbild der Fibromyalgie gemäß gibt es eine Fülle von Behandlungsmöglichkeiten: Medikamente, Entspannungs- und Naturheilverfahren, Akupunktur, Kälte-/Wärmetherapie, physikalische Therapie, Psychotherapie bis hin zu operativen Eingriffen. Als derzeit wirksamste Behandlung gilt die multimodale Therapie, die fast alle genannten Verfahren kombiniert. Der wichtigste Beitrag auf dem Weg zur besseren Lebensqualität kommt aber von den Betroffenen selbst. Mittlerweile hat auch die Schulmedizin den Nutzen mancher Maßnahmen zur Selbstbehandlung anerkannt und empfiehlt diese ausdrücklich, zum Beispiel Yoga. Ein gesunder Lebensstil kann wirksam dazu beitragen, dass sich die Befindlichkeit verbessert. Kurz gesagt: Hoffnung, dass die Schmerztherapie etwas verbessert, gibt es zu jeder Zeit.

Woran könnte es liegen, dass zumeist Frauen von chronischen Schmerzen und Fibromyalgie-Symptomen betroffen sind?

Dr. Wormer: Frauen und Männer „ticken“ anders, vor allem, wenn es um Gesundheitsfragen geht. Frauen gehen häufiger zum Arzt und zur Vorsorge. Da fällt ein Schmerzsyndrom schneller auf. Männer neigen dazu, Schmerzprobleme zu ignorieren. Frauen konzentrieren sich bei der Schmerzbewältigung mehr auf zwischenmenschliche und emotionale Aspekte und suchen soziale Unterstützung. Sie sprechen darüber. Offensichtlich gibt es auch genetische Faktoren – bestimmte Proteine, die Frauen möglicherweise schmerzempfindlicher machen als Männer. Auch der Hormonstatus spielt eine Rolle. Die Abhängigkeit der Schmerz­empfindlichkeit vom Menstruationszyklus ist experimentell untersucht. Sinkende Östrogen­spiegel – zum Beispiel in den Wechseljahren – hemmen bestimmte Rezeptoren. Auch die Aktivierung von Kontaktstellen zwischen Nervenzellen (Synapsen) im zentralen Nerven­system und von verschiedenen Rezeptoren scheint vom hormonellen Status abzuhängen.

Chronische Schmerzen belasten auch die Seele und haben ernsthafte Auswirkungen auf das Familien- und Berufsleben. Wie findet man Hilfe und Unterstützung?

Dr. Wormer: Schmerzkranke brauchen Unterstützung und Verbündete auf ihrem Weg zur Bewältigung der Krankheit. Hier hilft alles, was zum Verständnis und zur Information über die Krankheit beiträgt – Ratgeber, Internetforen, Selbsthilfeinstitutionen, Kontakt mit anderen Betroffenen. Auch das persönliche Umfeld des Betroffenen kann viel dazu beitragen, dass das Leben mit der Schmerzkrankheit für den Betroffenen wieder erträglich wird. Geduld und Zuwendung, tatkräftige Hilfe und Verständnis vom Partner und Angehörigen sind echte Heilmittel. Falls der Beruf auf dem Spiel steht, sollte man für den Erhalt seiner Arbeitsfähigkeit kämpfen. Wer sich nicht überfordert und die Grenzen seiner Belastbarkeit beachtet, wird noch lange am Berufsleben teilnehmen können.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlages.

Die Rechte liegen bei: Mankau Verlag GmbH, Postfach 13 22, D-82413 Murnau a. Staffelsee, Tel. +49 (0) 8841 / 627769-0, Fax -6, kontakt@mankau-verlag.de, http://www.mankau-verlag.de.

 

Dr. med. Eberhard J. Wormer
Fibromyalgie
Chronischen Schmerz erfolgreich bewältigen
Mankau Verlag, 1. Aufl. April 2015
Klappenbroschur, durchgehend farbig, 127 S., 11,5 x 16,5 cm 7,99 € (D) / 8,20 € (A), ISBN 978-3-86374-211-9

 


			

Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz. Genießen erlaubt [Buchvorstellung]

Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz

Während für viele Menschen die Umstellung auf die glutenfreie Küche schwerfällt, gibt es nicht wenige, die dazu noch weitere Unverträglichkeiten oder Nahrungsmittelintoleranzen haben. Dazu gehört die Histamin-Intoleranz, welche sich durch verschiedenste unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne, Hautirritationen in Form von roten Flecken, Nesselsucht und Juckreiz, über die Atemwege in Form von Asthma, Atembeschwerden, Niesen, über den Magen-Darm-Trakt in Form von Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Reflux, Sodbrennen, im Herzgefäßapparat anhand Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, niedrigen Blutdruck, Bluthochdruck oder sogar über die Psyche in Form von Müdigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, Nervosität oder gar Depressionen äußern kann, um nur einige der mannigfaltigen Symptome zu nennen. Nach der Diagnosestellung fragen sich Betroffene oft: Was kann jetzt überhaupt noch gegessen werden? Histamin kommt nicht nur in Wein vor, was für Kinder mit Zöliakie gar nicht relevant wäre, jedoch für die Erwachsenen, sondern in ganz vielen alltäglichen Lebensmitteln, wie beispielsweise langsam reifenden Käse- und Wurstsorten, wie Roquefort, Gruyère, roher Schinken und Salami, aber auch in Sauerkraut, Spinat, Hefeextrakt, Steinpilzen, Ananas, Himbeeren, Avocados, Erdbeeren, Walnüssen, Bananen sowie Tomaten.

Histamin entsteht durch Verarbeitung, Lagerung oder Reifung von Lebensmitteln.

Die Autoren Sven-David Müller und Christiane Weissenberger informieren Betroffene einer Histamin-Intoleranz sachkundig, aber leicht verständlich, worauf es beim Trinken und Essen jetzt ankommt. Viele praktische Ratschläge sowie 80 schmackhafte Rezeptideen mit histaminarmen beziehungsweise histaminfreien Zutaten unterstützen die Ernährungsumstellung und regen zum kreativen Kochgenuss an. So werden Betroffene endlich wieder beschwerdefrei.

Bereits im Einband finden Betroffene einer Histamin-Intoleranz eine schnelle Orientierung auf einen Blick in Form einer Tabelle über nicht geeignete und nicht geeignete Lebensmittel. Auf diese Weise kann problemlos zwischendurch auch nachgeschlagen werden, wenn Fragen bestehen, ohne aufwendig danach zu suchen. Im hellen und optisch mehr als ansprechenden Ratgeber finden Leser auf 136 Seiten fundierte Informationen und Rezepte, von köstlichen Frühstücksideen, pikanten Zwischenmahlzeiten über gesunde Hauptgerichte, traumhafte Desserts bis hin zu erlesenem Gebäck sowie herzhaften Backwaren, welche mit attraktiven und genussvollen Fotos unterlegt sind.

Fazit: Der Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz. Genießen erlaubt ist ein unentbehrlicher Leitfaden für Betroffene, Angehörige und Fachleute. Die schmackhaften Rezeptideen zeigen eine ganz neue Richtung voller Genuss auf und beweisen eindrucksvoll, dass kulinarische Gaumenfreuden auch weiterhin möglich sind, wenn sich die entsprechenden Personen eingehend mit der Diagnose auseinandersetzen.

Ernährungsratgeber Histamin-IntoleranzErnährungsratgeber Histamin-Intoleranz
Genießen erlaubt
Sven-David Müller, Christiane Weissenberger
Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 2014
136 Seiten, Abbildungen: 60 Farbfotos, 210 mm x 155 mm
€ 19,99 (D), ISBN: 9783899938531

Kochen und backen von Natur aus glutenfrei [Rezension]

Seitdem ich das neue Buch von Carine Buhmann aus dem AT-Verlag „Kochen und backen von Natur aus glutenfrei“ in den Händen gehalten habe, ist es um mich geschehen. Es war gleich Liebe auf den ersten Blick und wer von Euch jemals daran gezweifelt hat, dass es diese gibt, sollte sich unbedingt dieses Kochbuch kaufen.

 9783038006060Cover: AT Verlag

Zur Autorin:

Carine Buhmann ist als Dipl. Gesundheitsberaterin für Ernährung, Food-Journalistin sowie Autorin mehrerer Ernährungs- und Kochbücher erfolgreich tätig. Ihr bereits 2004  im AT Verlag erschienenes erstes Zöliakiekochbuch „Glutenfrei kochen und backen“ mit über 130 Rezepten hat sich nicht nur als Standardwerk für die glutenfreie Küche etabliert, darüber hinaus wurde der unentbehrliche Ratgeber für Zöliakie-Betroffene auch mit der Goldmedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands e.V. ausgezeichnet und wird aktuell in der vierten, aktualisierten Neuauflage vertrieben.

Die Idee für das neue Werk „Kochen und backen von Natur aus glutenfrei“ ist aus Gesprächen der Autorin mit Zöliakie-Betroffenen, Personen aus der Gemeinschaftsverpflegung sowie verschiedenen Fachleuten entstanden und eng mit den Erfahrungen aus ihren Kochkursen verknüpft,

Inhalt
Einleitung
Zöliakie – das Wichtigste in Kürze Definition sowie erlaubte und verbotene Lebensmittel
Warenkunde – praxisnah Reis, Mais, Hirse und Teff, Buchweizen, Quinoa, Amarant, Hülsenfrüchte, Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Süßkartoffeln, Kochbananen, Kastanien mit praktischen Hinweisen der von Natur aus glutenfreien Lebensmittel zu Herkunft, Allgemeines, Inhaltsstoffe, Einkauf und Lagerung sowie Verwendung und Zubereitung
Kritische Produkte
Rezeptteil

Alltagsküche – unkompliziert und schnell Der erste Rezeptteil beginnt mit Griechischen Quinoa-Salat, gefolgt von dem Linsensalat mit Rucola sowie Nüssen und entführt uns weiter auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch eine fantastische Welt von glutenfreien Alltagsgerichten, wie Buchweizencrêpes Bauernart, Buchweizencrêpes mit buntem Gemüse, Hirse-Gemüse-Auflauf, Hirse-Käse-Küchlein, Hirsepizza mit Spinat und Gorgonzola, Variante: Hirsepizza mit buntem Gemüse, Tomatensauce für Pizza (für den Vorrat), Tomaten-Hirotto, Polentapizza mit Hackfleisch, Maistaler mit Tomaten und Pesto, Lauchquiche, Kürbisrisotto, Linsen-Gemüse-Bratlinge, Linsenpuffer, Rouladen mit Linsenfüllung, Kichererbsen-Kürbis-Taler sowie Kastanien-Pilz-Cake an Tomatensauce (Auszug). Und nicht nur für Kinder sind Gewürzmilchreis mit Zwetschgenkompott, Hirseauflauf mit Beeren und Vanillecreme, Hirse-Apfel-Auflauf oder Mais-Apfel-Auflauf ein ganz besonderer Gaumenschmaus.
Feines für Gäste Es soll etwas raffinierter, ausgefallener, erlesener sein? Dann lasst Euch Buchweizen-Blinis mit Frischkäsemousse, Reiscrêpes mit Lachs und Sauerrahmcreme, Bunter Wildreissalat mit Rucola, Kürbis-Kastanien-Schaumsüppchen, Quinoa-Tabouleh, Quinoaring mit Grünspargeln,Kartoffel-Kasatnien-Gnocchi, Kastanien-Gnocchi mit Pilzsauce, Hirse-Sesam-Nocken mit Lachs, Maiscrêpes-Schnecken mit Lauchfüllung, Kartoffel-Lauch-Küchlein, Reistaler im knusprigen Kokos-Cashewnuss-Mantel sowie Tomaten mit schwarzer Linsenfüllung schmecken (Auszug). Natürlich fehlen an dieser Stelle auch nicht die guten Backwaren für eine Festtafel, wie Trüffes-Torte, Zitronen-Mais-Kuchen, Kokos-Reisköpfchen an Erdbeer-Rhabarber-Kompott, Orangen-Tiramisù oder Schokoladen-Himbeer-Muffins.
Beliebte Rezepte aus aller Welt Dieses Kapitel beweist eindrucksvoll, dass glutenfreies Essen keine Einschränkung ist, im Gegenteil. Es eröffnet sich eine ganz neue köstliche Welt mit delikaten Gerichten, wie Arepas (venezolanische Maisbrötchen), Bhajis (indische Kichererbsen-Fladen, Dhal (ein indisches Linsengericht) oder Kheer (indischer Reispudding), um nur einige der schmackhaften Rezeptideen aufzuzählen. Dabei sind die Zutaten für die Zubereitung ganz einfach im Supermarkt erhältlich.
Süsskartoffeln und Kochbananen – klassisch raffiniert Mein Lieblingskapitel. Die Süsskartoffelsuppe mit Riesencrevetten eignet sich nicht nur als delikate Vorsuppe, sondern darüber hinaus auch als Hauptspeise oder als Bestandteil eines feierlichen Menüs. Meine Kinder lieben diese Suppe besonders jetzt an den kalten Tagen. Weiterhin gibts noch Kürbissuppe mit Kochbanane, Süsskartoffel-Kokos-Suppe, Süsskartoffelgartin oder Rindfleisch mit Kochbananen in Curry-Kokos-Sauce (Auszug). Süße Variationen sind der Süsskartoffel-Orangen-Cake und die Kochbananen-Ananas-Spieße, welche bei uns auch der Hit auf jedem Kindergeburtstag sind.
Kuchen und Cakes ofenfrisch auf den Tisch In dem Kapitel finden sich 29 außergewöhnliche Rezeptideen über Buchweizenwaffeln mit Apfelkompott, Amarant-Buchweizen-Waffeln, Buchweizen-Dattel-Muffins, Karotten-Muffins, Bananen-Nuss-Kuchen, Bananen-Split-Cake, Birnen-Reis-Kuchen, Birnen-Kastanien-Kuchen, Mandel-Schokoladen-Torte, Buchweizen-Aprikosen-Kuchen mit Quinoa oder der Hirse-Gugelhupf mit Cranberrys (Auszug). 

Fazit

„Kochen und backen von Natur aus glutenfrei“ überzeugt in seinem Universalkochbuch mit 152 eindrucksvollen und fantastisch delikaten Gerichten, die sich nicht nur für die ganze Familie eignen, sondern darüber hinaus auch Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen begeistern werden, welche zum Essen kommen. Für Kindergeburtstage zu Hause und im Kindergarten oder in der Schule sowie feierliche Anlässe ebenfalls unentbehrlich.

9783038006060 Kochen und backen von Natur aus glutenfrei
 Carine Buhmann
 AT-Verlag
 ISBN: 978-3-03800-606-0, Preis € 26,90 [D]
 Einband: Gebunden
 Umfang: 144 Seiten, Gewicht: 828 g, Format: 19 cm x 22 cm

Barbara Simonsohn: Chia-Power [Buchvorstellung]

WPF Chiasamen_215mm_E4.indd Chiasamen sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde! Das vitaminreiche Superfood, welches sogar schon bei den Azteken als wahres Wundermittel galt, hält einen Erfolgskurs auf die modernen Küchen und begeistert gesundheitsbewusste Menschen gleichermaßen. Alle möchten von der Fülle an Ballaststoffen, Proteinen, Mineralien, Antioxidantien, den Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren profitieren.

Barbara Simonsohn vermittelt in ihrem Buch „Chia-Power“, welches in der Windpferd Verlagsgesellschaft mbH Oberstdorf erschienen ist, ein sehr umfangreiches Wissen über die Wirkungsweise der Chiasamen und offeriert mit 111 genussvollen Rezepten von kraftvollen Frühstücksideen, frische Salate, vitalstoffreiche Dressings, delikate Suppen über köstliche Desserts, exzellente Kuchen, gesunde Kekse, kernige Brote bis hin zu aromatischen Getränken oder cremigen Smoothies, wie sich die Vitaminbombe im Handumdrehen in unsere tägliche Ernährung integrieren lässt.

Chia ist die Pflanze der Superlative und es werden durch die Autorin nicht nur die wertvollen Inhaltsstoffe detailliert aufgeschlüsselt, sondern auch fachkundig sowie leicht verständlich aufgezeigt, wie die Samen Krankheiten vorbeugen, aber auch heilen können, sie unser Leben bereichern können und warum sie nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei Personen, die natürlich und dauerhaft abnehmen möchten, vom Speiseplan nicht wegzudenken sind. Auch Kinder profitieren von Chiasamen!

barbara_simonsohnZur Autorin: Barbara Simonsohn, die 1954 in Hamburg geboren wurde, studierte Sozialwissenschaften und erhielt in Politologie ein Diplom. Sie hielt Kurse an der Hamburger Volkshochschule zum Thema Umwelt ab, lernte biologischen Land- sowie Gartenbau und setzte sich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinander.

In der schottischen Findhorn-Gemeinschaft war sie zehn Jahre, dort arbeitete sie nicht nur im Garten mit, sondern lernte darüber hinaus auch verschiedenste ganzheitliche Heilmethoden kennen. In den Achtzigerjahren absolvierte Barbara Simonsohn ihre Ausbildung als Lehrerin für das authentische siebenstufige Reiki in den USA bei Dr. Barbara Ray, welche von Hawayo Takata im siebenstufigen authentischen Reiki ausgebildet wurde sowie bei Gary Samer und steht in direkter Linie zum Begründer Dr. Usui. Sie veröffentlichte mehrere erfolgreiche Bücher über gesunde Ernährung, unterrichtet Reiki in den sieben Graden sowie die Lehrergrade IIIB, VB wie auch VIIB und hält Seminare ab.

WPF Chiasamen_215mm_E4.inddChia-Power
Chiasamen zum Heilen und Genießen mit 111 Rezepten
Barbara Simonsohn
WINDPFERD Verlagsgesellschaft mbH, 6. Auflage, Bestseller
Broschiert 280 Seiten, Format: 13,7 x 21,5 cm
€ 14,95 [D]
ISBN: 978-3-86410-069-7

Familienrezepte glutenfrei [Rezension]

9783038007036

Zöliakiebetroffene müssen sich nicht selten von Außenstehenden die Frage gefallen lassen: „Glutenfrei? Was kannst du denn überhaupt noch essen?“ Und natürlich gab es Zeiten, in denen verzichtet werden musste, weil das Angebot beschränkt und die Rezeptauswahl mehr als gering war. Glücklicherweise hat sich das in den letzten Jahren immer mehr verändert.

„Ich konzentrierte mich auf all das Neue, das wir nun genossen, anstatt dem nachzutrauern, was nun eben nicht mehr ging.“

Diese positive Entwicklung wird auch eindrucksvoll von Aran Goyoaga in „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“ aufgezeigt, denn mit diesem zieht ein Buch der Extra-Klasse in die Küchen ein und bringt neue, raffinierte und äußerst erlesene Rezeptideen auf den Tisch. Mit 120 Koch- und Backanleitungen rund um die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter wird eindrucksvoll bewiesen, wie unkompliziert, fantasiereich und geschmackvoll eine glutenfreie Familienküche umgesetzt werden kann. Von pikanten Tarten über fantasievolle Salate, delikate Suppen und cremige Eintöpfe bis hin zu fantasievollen Dessertkreationen – die dazu einfach in der Zubereitung und für den täglichen Essenstisch im Kreise der Familie geeignet sind, lässt „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“ keine kulinarischen Wünsche offen. Die einmaligen Rezepte bestechen durch ihre unverwechselbaren Aromen, die vielen unverzichtbaren Ratschläge, eine perfekte Alltagstauglichkeit und das gewisse Etwas. Dazu werden diese jeweils mit einer individuellen Anmerkung oder persönlichen Geschichte der Autorin liebevoll abgerundet. Das Buch versprüht einen unvergleichlichen Charme, den sich der Leser nicht entziehen möchte. Hier bereitet Kochen wieder Freude!

„Dieses Buch ist eine Hommage an die unendlichen Möglichkeiten des glutenfreien Kochens und Backens.“

Zur Autorin:

Die kulinarische Genussreise von Aran Goyoaga begann schon lange vor der Veröffentlichung ihres Kochbuches „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“, nämlich in der Konditorei ihrer Großeltern mit den alten Holztheken, verführerischen Bonbongläsern und sogar einer eigenen Schokoladentheke, der Backstube und einer Küche, welche der Treffpunkt der Familie und der bewirteten Gäste darstellte, in einer baskischen Gemeinde in der Nähe der spanisch-französischen Grenze. So schwärmerisch, wie die Autorin von dieser Zeit berichtet, wird der Betrachter ganz unweigerlich in diesen Bann gezogen und hat alles bildlich vor seinem Auge. Bei ihren anderen Großeltern, welche auf einem Bauernhof wohnten, durchstreifte sie den Wald, ging zum Eier einsammeln in den Hühnerstall oder half der Großmutter im Garten, wo sie viel über Vorratshaltung und Konservierung lernte und den Lauf der Jahreszeiten zu lieben lernte. Mit den Jahren wurden ihre Gerichte immer zelebriert, als eine Komposition von erlesenen Zutaten, gutem Geschmack, faszinierenden Farben, frischen Kräutern, ausgefallenen Vinaigretten, einer einzigartigen Optik auf ausgesuchtem Geschirr – um den Gerichten unterschiedliche Texturen zu verleihen. Diese Leidenschaft zieht sich wie ein roter Faden charmant durch das attraktive Koch- und Backbuch der Extraklasse. Der Weg führte dahin führte sie unweigerlich über den Besuch einer Kochschule, der anschließenden Anstellung in der Patisserieabteilung des „Ritz-Carlton“ in Palm Beach, ihrem ersten eigenen Blog „Canelle et Vanille“ und nicht zuletzt ihrer eigenen Glutenintoleranz und der ihres Kindes. Der Schritt zur glutenfreien Küche fiel ihr selbst nicht schwer, da sie es seit Kindheitstagen gelernt hatte, mit frischen Zutaten zu kochen und ein außergewöhnliches Gespür für die Anpassung der glutenhaltigen Rezepturen an die Besonderheiten des glutenfreien Mehls.

„Und wir hatten nie das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.“

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„Die Gliederung des Buches spielen den Segen und die Fülle der Jahreszeiten wider und zeigt, wie wir früher zu Hause gekocht haben.“

Inhalt
Einleitung: Ein Leben rund ums Essen
Glutenfrei leben
So nutzen Sie dieses Buch
Teig ausrollen
Zutaten
Küchenausstattung
Herbst
– pikant süß
Winter
pikant süß
Frühling
pikant süß
Sommer
pikant süß

9783038007036 Familienrezepte glutenfrei
 Pikant und süß
 von Aran Goyoaga
 herausgegeben im AT Verlag
 ISBN: 978-3-03800-703-6
 Einband gebunden, 304 Seiten
 Gewicht: 1399 g
 Format: 20.3 cm x 25.3 cm



              Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses 
              Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den 
              Inhalt dieser Rezension hat der Verlag und/oder 
              der Autor dieses Buches aber selbstverständlich 
              keinen Einfluss genommen. 
              Der Inhalt dieser Rezension entspricht 100%ig meinem 
              persönlichen Eindruck des Buches. 

Interview mit Dr. med. Eberhard J. Wormer „Verschiedene Faktoren haben zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen“

„Verschiedene Faktoren haben zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen“

„Die Schilddrüse ist sozusagen der Energieregler des Körpers. Und sie ist als Teil eines Hormon-Steuerungssystems mit anderen Reglersystemen vernetzt: Sexualhormone, Stresshormone etc. Ist ein Reglersystem beeinträchtigt, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der anderen Reglersysteme – deshalb gibt es so viele verschiedene Symptome. Zur erfolgreichen Behandlung von Hashimoto brauchen Sie zwei Dinge: erstens einen Facharzt für Endokrinologie, zweitens Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz und Handlungsbereitschaft.“ Im Gespräch spricht der Arzt Dr. med. Eberhard J. Wormer, Autor u. a. des im Mankau Verlag erschienenen Ratgebers „Hashimoto“, über die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, ihre Entstehung und mögliche Heilungschancen.

Interview mit dem Arzt und Buchautor Dr. med. Eberhard J. Wormer:

Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste bekannte Autoimmunerkrankung, trotzdem ist sie sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei der Ärzteschaft zu wenig bekannt. Was sind die Gründe dafür?

Dr. Wormer: Die wichtigsten Ursachen heißen: Unwissenheit und Bequemlichkeit. Einmal mehr stehen Haus- und niedergelassene Ärzte in schlechtem Licht da. Der Schilddrüsenstoffwechsel bzw. die Endokrinologie sind komplizierte Themen. Das macht Arbeit, also lässt man die Finger davon. Hashimoto, Fibromyalgie oder Vitamin D-Mangel produzieren jede Menge unspezifische Beschwerden, häufige Arztbesuche und Medikamentenverordnungen. Warum sollten Ärzte daran etwas ändern wollen? Das ist eine gute Geschäftsgrundlage, zum Nachteil der Betroffenen, die viel zu lange mit Nebenwirkungen und verminderter Lebensqualität leben müssen. Medien versuchen hin und wieder, das Thema so gut es geht zu behandeln. Letztendlich bleiben für die breite Öffentlichkeit Ratgeber, Mundpropaganda und Selbsthilfegruppen die besten Gegenmaßnahmen.

Mit welchen Symptomen und Beschwerden haben die Betroffenen dieser Störung des Immunsystems zu kämpfen?

Dr. Wormer: Störungen der Schilddrüsenfunktion betreffen den ganzen Menschen. Die Beschwerden sind deshalb so vielfältig, weil Schilddrüsenhormone an den Zellen fast aller Organe andocken können. Deshalb treten sehr unterschiedliche Beschwerden auf. Haut und Haare, Magen und Darm, Herz und Kreislauf, Gehirn und Nervensystem, die Psyche, die Muskulatur und das Fettgewebe können betroffen sein. Im klassischen Fall kommt es anfangs zu Symptomen der Schilddrüsenüberfunktion, die sich nachfolgend abschwächen und am Ende in eine chronische Unterfunktion übergehen. Variationen dieses Ablaufs, etwa phasenweise abwechselnde Unter- und Überfunktion, sind möglich. Denken Sie an Ihre Schilddrüse, wenn Sie Müdigkeit und Erschöpfung spüren, wenn Schlafstörungen und gedrückte Stimmung auftreten, wenn Sie an Gewicht zunehmen, wenn Sie nervös und reizbar sind oder wenn die Verdauung verrückt spielt.

Die Schilddrüse ist Teil des komplexen Netzwerks endokriner Prozesse. Wie kann man sich die Funktionsweise dieses Systems vorstellen, und welche Ursachen und Risikofaktoren sind für Fehlfunktionen verantwortlich?

Dr. Wormer: Die Schilddrüse ist sozusagen der Energieregler des Körpers. Und sie ist als Teil eines Hormon-Steuerungssystems mit anderen Reglersystemen vernetzt: Sexualhormone, Stresshormone etc. Ist ein Reglersystem beeinträchtigt, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der anderen Reglersysteme – deshalb gibt es so viele verschiedene Symptome. Die Entstehung von Hashimoto ist klar: Eigene Immunzellen greifen das Drüsenorgan an und sorgen dafür, dass die Schilddrüse schubweise vernichtet wird. Risikofaktoren sind größtenteils moderne Lebensstilfaktoren! Nicht jede Schilddrüse verträgt das auf Dauer: jodangereichertes Salz, ungesunde nährstoffarme Nahrungsmittel, zu viele Kohlenhydrate und Klebereiweiß aus Getreideprodukten, zu wenig Sonne, zu wenig Vitamin D. Wahrscheinlich haben diese Faktoren zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen.

Diagnose und Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis gelten in der Medizin als schwierig, dennoch gibt es Behandlungserfolge und wirksame Bewältigungsstrategien. Welche Therapiekonzepte sind hier besonders geeignet?

Dr. Wormer: Unwissenheit ist das Problem, Wissen ist die Lösung des Problems. Zur erfolgreichen Behandlung von Hashimoto brauchen Sie zwei Dinge: erstens einen Facharzt für Endokrinologie, zweitens Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz und Handlungsbereitschaft. Im Prinzip besteht das Therapiekonzept darin, dass die zunehmend schrumpfende, natürliche Hormonproduktion der Schilddrüse durch einen einigermaßen passenden Hormonersatz möglichst bedarfsgerecht und naturnah nachgeahmt wird. Das Problem ist die zeitliche Verzögerung der Hormonwirkung. Um das in den Griff zu bekommen, ist Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz gefragt. Irgendwann wissen Sie, wann Sie wie viel Hormon einnehmen müssen, um die beste Lebensqualität zu erreichen. Das regeln Sie selbst, ohne Arzt – der darf dann die Laborwerte bestimmen.

Die Symptome bei Hashimoto lassen sich schwer zuordnen, da sie sowohl Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion als auch ‑überfunktion umfassen. Was können Betroffene zur Klärung beitragen, wenn sie entsprechende Beschwerden an sich beobachten?

Dr. Wormer: Wie gesagt, Hashimoto, Fibromyalgie und Vitamin D-Mangel, vielleicht noch „Burnout“ – um nur die häufigsten Symptomkomplexe zu nennen – verursachen gleichermaßen unspezifische Beschwerden. Ich könnte beispielsweise raten: Wenn Sie an Schlafstörungen leiden, denken Sie zuerst an Ihre Schilddrüse, dann an Ihren Vitamin D-Status – oder umgekehrt. Befindlichkeitsstörungen, die sich am gesamten Organismus unspezifisch äußern, haben eine simple gemeinsame Ursache: Schilddrüsenhormon und Vitamin D werden für alle Zellen, Gewebe und Organe in ausreichender Menge gebraucht – daran würde ich zuerst denken. Also: Lassen Sie Ihre Schilddrüsenwerte und Ihren Vitamin D-Status (25(OH)D) im Labor kontrollieren. Kümmert man sich um diese beiden Gesundheitsfaktoren, kommt es überraschend oft zu „Heilerfolgen“.

Frauen sollen etwa zwölfmal häufiger an Hashimoto-Thyreoditis erkranken als Männer – welche Faktoren spielen hier eine Rolle?

Dr. Wormer: Das ist schwer zu sagen. Auffällig ist, dass Frauen auch von anderen Autoimmunerkrankungen häufiger betroffen sind. Sie sind auch stärker von Hormonschwankungen betroffen, die nicht nur von der Schilddrüse kommen. Das bezieht sich vor allem auf das Gleichgewicht der Sexualhormone. Hier verändern sich in drei Lebensphasen die Hormonspiegel im Blut: Pubertät, Schwangerschaft/Wochenbett und Wechseljahre. Offenbar steht deshalb das gesamte Hormonnetzwerk immer wieder schwer unter Druck, wobei das Risiko für fehlerhafte Immunreaktionen ansteigt. Jede Geburt bringt das weibliche Hormonsystem an die Grenze seiner Belastbarkeit. Die enge Vernetzung der Schilddrüse mit dem endokrinen System, insbesondere den zentralen Anteilen (Hypothalamus, Hypophyse), macht bei Schilddrüsenstörungen etwa auch die Eierstöcke störungsanfällig: Die übergeordneten Steuerzentren Hypothalamus und Hypophyse regulieren die Hormonproduktion der Schilddrüse und der Eierstöcke.

Trotz unbekannter Ursachen und geringer Heilungschancen ist ein nahezu beschwerdefreies Leben mit Hashimoto möglich. Welche Empfehlungen zur Selbsthilfe können Sie Betroffenen geben?

Dr. Wormer: Machen Sie sich kundig. Informieren Sie sich über Hashimoto mit Fach- und Ratgeberliteratur. Informieren Sie sich im Internet in Betroffenenforen und auf Selbsthilfeseiten. Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet lesen! Beobachten Sie sich selbst in Bezug auf die Wirkungen von Schilddrüsenhormon, das Sie einnehmen. Entwickeln Sie eine Intuition für die richtige Dosierung. Hören Sie Ihrem Arzt zu – aber tun Sie das, was Sie für richtig halten. Je weniger Arztbesuche, desto höher ist Ihre Lebensqualität. Suchen Sie sich Verbündete und Unterstützung in Ihrem persönlichen Umfeld. Sie schließen Frieden mit Ihrer geplagten Schilddrüse. Sie eliminieren ernährungsbedingte Risiken wie Gluten und Jod. Sie bekämpfen Stress mit Autogenem Training und Yoga. Sie genießen Ihren gesunden Lebensstil. Versuchen Sie es. Geben Sie nicht auf. Sie schaffen das.

Das Interview wurde im August 2014 geführt. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlages.

Wormer_Hashimoto_1000pxDr. med. Eberhard J. Wormer
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