O du fröhliche! Weihnachten mit einem glutenfreien Mohnstrudel

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Es sind nur noch zwei Tage bis Heiligabend und von weißen Weihnachten sind wir in diesem Jahr wohl weit entfernt. Wenn ich hier aus dem Fenster blicke, dann stürmt und regnet es, die Blätter fliegen durch die Luft, grau und ungemütlich erscheint der Tag, wobei es so gar nicht richtig hell wird.

Aber drinnen, da ist es gemütlich, warm und angenehm. Das Holz im Kamin anzünden, Wichtelpäckchen für Freunde sowie die Geschenke für die Kinder schon ganz in Ruhe verpacken, eine Weihnachts-CD erklingen lassen und dazu in der Küche gemeinsam backen – einfach herrlich, so soll es sein.

Ich habe seit Ewigkeiten keinen Mohnstrudel mehr gegessen, zuletzt muss es in meiner Kindheit gewesen sein – an den Wochenenden, als wir mit dem Rad zur Oma gefahren sind und wir aus der Kälte in die behagliche Wohnung kamen, unsere Sachen über den knisternden Kachelofen hingen und uns dann zwischen die vielen Kissen aufs Sofa kuschelten, um bei einem heißen Kakao und einem leckeren Stück Kuchen zu essen.

Deshalb wollte ich mir einfach ein Stück Erinnerung zurückholen und habe einen Mohnstrudel glutenfrei gebacken. Das Ergebnis war wirklich umwerfend, ich habe ihn noch warm gekostet und ja, es war so köstlich wie früher!

Zutaten:

  • 400 Gramm glutenfreies Mehl
  • 200 Milliliter Sojamilch (wer mag oder sie verträgt kann auch normale Milch nehmen)
  • 80 Milliliter Öl
  • 80 Gramm Puderzucker
  • 10 Gramm Trockenhefe
  • 1 Ei von glücklichen Hühnern
  • 5 Gramm Tafelsalz
  • für die Füllung: 250 Gramm Mohnfix

Backofen auf 50 Grad vorheizen. Alle Zutaten mit einem Knethaken in einer Rührschüssel vermischen und den Teig abgedeckt etwas ruhen lassen. Danach wird dieser auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausgerollt (etwa 0,5 cm dick), sodass ungefähr eine quadratische Form entsteht. Mit der Mohnmischung gleichmäßig bestreichen und anschließend von der längeren Seite aus her aufrollen. Die Kuchennaht sollte sich anschließend unten befinden.

Den Backofen ausstellen und das Blech für eine halbe Stunde hineinschieben, damit der Hefeteig in Ruhe gut aufgehen kann. Anschließend die Kuchenrolle mit einem verquirlten Ei bepinseln und bei 200 Grad ungefähr eine halbe Stunde backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und am besten noch warm genießen, herrlich!

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren Familien eine schöne sowie besinnliche Vorweihnachtszeit!

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Im Norden wird glutenfrei gebacken

Adventsbacken I-1

Am 14. Dezember trafen sich Zöliakiebetroffene mit ihren Familien zur großen glutenfreien Weihnachtsbäckerei in einer Bargteheider Schulküche. Wie groß das Interesse war, konnte schon daran ersehen werden, woher die Teilnehmer alle kamen: Hamburg, Schleswig Holstein und Niedersachsen waren vertreten. Anfahrtswege bis zu 1 1/2 Stunden wurden gern in Kauf genommen, um in einer Runde von Gleichgesinnten zu backen und sich auszutauschen.

Der Nachmittag übertraf alle Erwartungen. Dank der rundum perfekten Organisation von Frau Kulow und Frau Wurst wurde das glutenfreie Plätzchenbacken ein Event, an das sich noch alle lange gern zurückerinnern werden.

Es war natürlich nicht nur für die Erwachsenen schön, sich endlich einmal persönlich kennenzulernen. Viele hatten bis dahin nur schriftlich über Facebook kommuniziert. Gerade für die Kinder war es eine ganz wunderbare Gelegenheit, sich kennenzulernen und ganz unbeschwert zu backen, ohne auf Kontaminationen aufzupassen oder ausgegrenzt zu werden. Es war ein sehr entspannter, wohltuender und interessanter Austausch, bei dem viel gelacht, sich unterhalten, aber auch beratschlagt wurde.

Die Kinder konnten die verschiedensten Teige über glutenfreie Plätzchen über Zimtsterne bis hin zu Elisenlebkuchen und Vanillekipferl ausstechen oder formen. Schnell füllten sich die Backbleche und aus dem Ofen zog ein unwiderstehlicher Duft durch den ganzen Raum. Auch in den Zwischenzeiten kam keinesfalls Langeweile auf, denn jetzt wurde gekniffelt, gemalt, gelacht, gekickert oder Verstecken gespielt.

Anschließend verzierten die Kinder die glutenfreien Backwerke und nicht selten landete eines der Plätzchen lächelnd im Mund. Sie genossen wahrhaft die entspannte Atmosphäre in einer Runde Gleichgesinnter. Fleißig wie die Heinzelmännchen gingen sie dabei vor. Zwischenzeitlich wurden Brote von meingesundesbrot aus Glauchau, deren Kekse und ein wunderbarer Stollen angerichtet sowie ein glutenfreier Weihnachtskuchen, der Panettone von Schär, angeschnitten. Danach füllten sich die Teller auf den Tischen mit den selbst gebackenen glutenfreien Meisterwerken der Kinder.

Was für ein gelungener Anblick! Es wurde probiert und rasch war kein Platz mehr in den Bäuchen aller Anwesenden. Wahrhaft lecker. Die restlichen Plätzchen wurden von den Kindern in mitgebrachten Keksdosen für Zuhause eingefüllt.

Die Zeit verging wie im Flug. Alle verabschiedeten sich, aber nicht ohne darauf zu verweisen, dass wir uns spätestens vor Ostern wiedersehen.

Hoffentlich ist Ostern bald!

An diesem Tag waren 15 Erwachsene und 15 Kinder anwesend. Wir freuen uns sehr, diese wiederzusehen, aber auch immer neue Gesichter kennenzulernen.

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Glutenfreie Marzipan-Kipferl

Zutaten:

  • 500 Gramm Marzipanrohmasse
  • 200 Gramm Schoko-Glasur
  • 150 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Mandelblättchen
  • 10 Tropfen Bittermandelöl
  • 2 Eiweiße
  • 1 Esslöffel abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)

 

Zubereitung:

  • Backofen auf 200 Grad (Umluft 175 Grad) vorheizen.
  • Als erstes verknetet Zölinchen die Marzipanrohmasse mit Bittermandelöl, Eiweißen, Zucker sowie Zitronenschale zu einem Teig.
  • Daraus werden dann mit nassen Händen etwa sechs Zentimeter lange Röllchen geformt und anschließend in den Mandelblättchen gewälzt.
  • Jetzt zu Hörnchen modellieren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  • Die glutenfreien Marzipan-Kipferl werden jetzt im Backofen etwa eine viertel Stunde goldgelb gebacken und auf einem Tortengitter auskühlen gelassen.
  • Zuletzt lässt Zölinchen die Schokoglasur in einem Wasserbad schmelzen und taucht die Enden der Marzipan-Kipferl dort ein (wahlweise auch nur eine Seite bis zur Hälfte).
  • Wieder auskühlen lassen und anschließend genießen.

Glutenfrei is(s)t lecker!

 

 

Glutenfreie Zimtkugeln – so lecker!

Zutaten:

  • 200 Gramm gemahlene Haselnusskerne
  • 150 Gramm Puderzucker
  • 2 Eiweiß
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise Salz

 

Zubereitung:

  • Die zwei Eiweiß und die Prise Salz werden durch Zölinchen mit einem Handrührgerät steif geschlagen.
  • Danach werden die 150 Gramm Puderzucker gesiebt. Nach und nach unter ständigem Rühren in diesen Eischnee rieseln lassen.
  • Ungefähr eine halbe Minute weiterrühren.
  • Von dieser Masse werden 50 Gramm beiseite gestellt und abgedeckt.
  • Anschließend hebt Zölinchen 200 Gramm gemahlene Haselnusskerne und 1 Teelöffel Zimt unter die restliche Eiweißmasse.
  • Mit nassen Händen kleine Kugeln (etwa zwei Zentimeter Durchmesser) formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech platzieren.
  • Den Backofen auf 100 Grad vorheizen (Umluft 80 Grad).
  • Jetzt drückt Zölinchen in die Kugeln kleine Mulden mit dem Finger und füllt diese mit der übrigen Eiweißmasse.
  • Tipp: Dafür eignet sich am besten ein Einwegspritzbeutel oder eine Garnierspritze. Alternativ von einer Gefriertüte eine kleine Ecke abschneiden.
  • In den Backofen schieben und etwa eine dreiviertel Stunde auf der untersten Schiene backen.
  • In einer Blechdose mit einem Apfel aufbewahren.

 

Glutenfrei is(s)t lecker!

 

Glutenfreie Florentiner

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Zölinchen benötigt für 40 glutenfreie Florentiner:

  • 230 Gramm Mandelblättchen
  • 100 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Zartbitterkuvertüre
  • 100 Gramm weiße Kuvertüre
  • 70 Gramm Tannenhonig
  • 50 Milliliter Sahne
  • 50 Gramm Butter
  • 50 Gramm Orangenat
  • 30 Gramm Belegkirschen (Cocktailkirschen), z.B. Dr. Oetker
  • 30 Milliliter Glukosesirup (Apotheke)
  • sowie Butter zum Einfetten des Blechs

Zubereitung:

  • Als erstes kocht Zölinchen den Glukosesirup, die Butter, den Honig, sie Sahne sowie den Zucker in einem Kochtopf auf und lässt das Ganze etwa zwei Minuten unter stetigem Rühren köcheln.
  • Jetzt werden die Belegkirschen (Cocktailkirschen) gehackt, mit den Mandelblättchen und mit dem Orangenat unter diese gekochte Mischung gerührt.
  • Jetzt nimmt Zölinchen das Ganze vom Herd und lässt dieses leicht abkühlen.
  • Mit einem Löffel wird die noch warme Masse auf das eingefettete Backblech gegeben, diese leicht angedrückt und zu Talern geformt.
  • Tipp: Funktioniert am besten mit angefeuchteten Händen.
  • Bei 180 Grad etwa vier Minuten auf der mittleren Schiene backen.
  • Dann herausnehmen, Backofen nicht ausstellen und mit runden Austechformen in Form bringen. Auskühlen lassen.
  • Jetzt muss Zölinchen das abgekühlte Backwerk in einem erneuten Backdurchgang ungefähr fünf Minuten goldgelb backen.
  • Wieder abkühlen lassen.
  • Die weiße Kuvertüre sowie die Zartbitterkuvertüre in zwei warmen Wasserbädern schmelzen.
  • Eine Hälfte der glutenfreien Florentiner wird von Zölinchen auf der Unterseite mit der dunklen Kuvertüre, während die andere mit der hellen bepinselt wird.
  • Mit einer Gabel ein Wellenmuster ziehen.
  • Auf einem Kuchengitter oder Backpapier abkühlen lassen.

Glutenfrei is(s)t lecker!

Glutenfreier Rüblikuchen im Glas – so saftig und lecker

Zölinchen benötigt:

  • 350 Gramm frische Möhren
  • 250 Gramm gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 200 Gramm Zucker
  • 4 Eier von glücklichen Hühnern
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Teelöffel Speisestärke (z.B. Mondamin feine Speisestärke)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Kardamon
  • den Saft sowie die Schale einer Zitrone (unbehandelt)
  • glutenfreies Paniermehl und Butter
  • Kirschwasser
  • 4 Einmach- oder Weckgläser a´400 Milliter (ich verwende auch gern kleine und genieße immer mal zwischendurch oder nehme eines für unterwegs mit)

Zubereitung:

Als erstes muss Zölinchen die frischen Möhren schälen und fein raspeln.

Die Gummiringe der Gläser ins kalte Wasser legen. Die Gläser selbst mit der Butter einfetten und mit dem Paniermehl ausstreuen.

Achtung: Der Rand muss fettfrei bleiben (Haltbarkeit).

Als nächstes trennt Zölinchen die Eier. Das Eiweiß wird mit der Prise Salz in einer Schüssel mittels Handrührgerät sehr steif geschlagen sowie anschließend in den Kühlschrank gestellt. Das Eigelb wiederum wird mit dem Zucker aufgeschlagen, bis es eine dicke, weißliche, cremige Substanz ergibt.

Zitronensaft, Zitronenschale und Kirschwasser nach Geschmack unterheben.

Jetzt werden die gemahlenen Mandeln oder Haselnüsse mit den Gewürzen und der Speisestärke gemischt, dann die geraspelten Möhren untergerührt und erst etwa ein Drittel des Eischnees, dann ganz vorsichtig der Rest, untergehoben.

Die jetzt entstandene Masse füllt Zölinchen in die Gläser (etwa 2/3 hoch).

Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad auf der mittleren Schiene etwa 20 bis 25 Minuten backen.

Nach dem Ablauf dieser Backzeit muss Zölinchen mit einem Holzstäbchen prüfen, ob die glutenfreie Rüblikuchen durch sind.

Die Einweckgläser sofort gut verschließen.

Tipp: Mit einem Band oder tollen Aufklebern eignet sich der glutenfreie Rüblikuchen auch als wunderschönes Mitbringsel oder Geschenk!

Sind die Kuchen ausgekühlt, können die Einweckklammern entfernt werden.

Zum Servieren können diese gestürzt und je nach persönlichem Geschmack mit Pudrzucker bestäubt oder mit Sahne serviert werden. Was für ein Genuss!

Glutenfrei is(s)t lecker!

Glutenfreier Weihnachtsschmuck aus Baiser

Zölinchen benötigt für etwa 30 Teile glutenfreien Weihnachtsschmuck aus Baiser:

  • 500 Gramm Puderzucker
  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • glutenfreie Zuckerperlen zum Verzieren (z. B. Nonpareilles bunt gemischt, BIO von BioVegan)
  • etwa 30 hübsche Bänder

 

Zubereitung:

  • Als erstes siebt Zölinchen den Puderzucker in eine Rührschüssel. Eiweiß und Salz steif schlagen, mit einem Handrührgerät zuerst vorsichtig, dann schneller unter den gesiebten Puderzucker rühren.
  • Jetzt wird diese Masse in einen Spritzbeutel (Lochtülle) gefüllt.
  • Auf Backpapier werden dann von Zölinchen die Konturen der verschiedensten Weihnachtsmotive gespritzt, wie Sterne, Herzen, Tannenbäume oder Adventskugeln. Diese können dann nach Belieben mit den glutenfreien Zuckerperlen ganz individuell verziert werden.
  • Bei Zimmertemperatur einen Tag trocknen lassen, anschließend mit den Bändern versehen und aufhängen (zum Beispiel an Tannenzweige). Gern können dazwischen noch bunte Zuckerstangen hängen.

Wer schafft es, diesen Schmuck nicht zu kosten? 🙂

Glutenfrei is(s)t lecker!