Rice, Rice, Baby – Reishunger Produkttest mit Gewinnspiel

Heute gibt es bei uns Reis auf dem Mittagstisch, welches uns von der Firma Reishunger freundlicherweise zum Testen geschickt wurde. Wer das Start-Up aus Bremen nicht kennt, verpasst im wahrsten Sinne des Wortes etwas. In dem Onlineshop können 22 verschiedene sortenreine Reissorten aus 13 verschiedenen Ländern bestellt werden. Und ganz ehrlich – stylischer als bei Reishunger habt Ihr das beliebte Grundnahrungsmittel sicher noch nie gesehen.

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Wir essen als Familie viel Reis, noch vor Kartoffeln und Nudeln und daher kann ich wirklich sagen, dass die Produkte von Reishunger wirklich oberste Qualität sind, die zu schmecken, aber auch zu sehen ist. Im Shop gibt es dazu außerdem verschiedenste Reis Boxen, von der Reishunger Kennenlernbox, der Risotto Box, einer Vollwert Box über die Fitness Box bis hin zur Asiatischen Box und der Reiskocher Starterbox, dazu unterschiedliche Reis Sets, zum Beispiel das Feinschmecker Set, natürlich vegan und glutenfrei oder zahlreiches bestes Zubehör: Reiskocher, Reisglas oder Servierplatten, um nur einiges aus der großartigen Auswahl von Reishunger zu nennen. Für Kinder mit Zöliakie finde ich persönlich den Thermo Essensbehälter für unterwegs sehr praktisch, der Speisen bis zu sieben Stunden warm hält, also perfekt für Schule oder Kindergarten ist und die stylische Lunchbox Bento Box von Reishunger, bei welcher die Fächer praktischerweise getrennt sind und somit das Essen garantiert frisch und appetitlich bleibt.

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Inhalt Kennenlernbox:

  1. Basmati Reis, 1121 Pusa Basmati aus Indien (200 g) vom Fuße des Himalaya mit einem langen Korn für alle Fleisch-, Gemüse- sowie Fischgerichte.
  2. Jasmin Reis, Duftreis aus Thailand(200 g) Thailand mit dem einzigartigen Aroma, der herrlich blumigen, frischen Duftnote und dem unverwechselbaren Eigengeschmack, welcher sich optimal kulinarisch in alle Fleisch-, Gemüse- sowie Fischgerichte einfügt.
  3. Natur Reis (Rundkorn), Bio-Tondo Integrale aus Italien (200 g), welcher unter biologischen Bedingungen in Piemont angebaut wird. Der Reishunger Natur Reis passt gut zu Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichten, aber natürlich auch zum klassischen Vollkorn-Risotto.
  4. Bio-Risotto Tomate und Basilikum aus Italien (250 g)
    Zutaten: Carnaroli-Reis* 90%, Tomate* 3,6%, Meersalz, Basilikum 0,4%, Tomatenmarkkonzentrat*, Reismehl*, Zwiebeln*, Sellerie*, Karotten*, Petersilie*, Lauch*, natives Olivenöl extra*, Maisstärke*, Miso* (Soja*, Reis*, Wasser, Salz, Koji), Hefeextrakt, Gewürze. *= aus ökologischer Landwirtschaft. Glutenfrei und aus feinsten biologischen Zutaten. Das Reishunger Bio-Risotto lässt sich im Handumdrehen zubereiten und ist in nur 15 Minuten auf dem Tisch!
  5. Bio-Suppe Minestrone aus Italien (110 g)
    Zutaten: Vollkorn Reis* 45,4%, Hülsenfrüchte* 18% (Bohnen*, Erbsen*), Kartoffeln*, Zucchini*, Karotten*, Lauch*, Meersalz, Tomate*, Zwiebel, Reismehl*, Maisstärke*, natives Olivenöl extra*, Sellerie*, Petersilie*, Miso* (Soja*, Reis; Wasser, Salz, Koji), Hefeextrakt, Gewürze*. * = aus ökologischer Landwirtschaft. Glutenfrei. Die nahrhafte sowie kalorienarme Reishunger Minestrone nach norditalienischer Tradition besteht aus leckerem Vollkorn Reis und bestem getrocknetem Gemüse natürlich aus biologischen Anbau und bietet eine wunderbare kulinarische Abwechslung auf dem Essenstisch.

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Rice, Rice, Baby. Perfekt wiederverschließbar mit dem Reisverschluss.

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Der Reis ist heiß! Aber seht selbst.

Auf unserer Facebook Seite Zöliakie bei Kindern könnt Ihr gerade die Kennenlern Box von Reishunger gewinnen! Viel Erfolg!

Has, Has, Osterhas – Impressionen vom diesjährigen Osterbacken

Nach dem erfolgreichen Osterbacken der DZG im letzten Jahr fieberten die kleinen wie auch großen Zöliakie-Betroffenen hier im Norden dem diesjährigen Backereignis entgegen. So kamen wieder zahlreiche Teilnehmer aus Schleswig Holstein, Hamburg sowie Niedersachsen in Bargteheide zusammen, um gegenseitig Informationen auszutauschen, Gleichgesinnte kennenzulernen, die verschiedensten Mehlsorten auszuprobieren und gemeinsam zu backen, neue, wie auch bewährte glutenfreie Produkte der unterschiedlichsten Hersteller zu verköstigen, zusammen zu spielen, zu reden, zu lachen und immer wieder zu essen. Dabei durften wir natürlich auch nicht fehlen, denn schöner kann der Start in den Frühling nicht sein, aber was rede ich… Lasst die Fotos sprechen.

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Informationsaustausch, Vorstellungen von neuen und bewährten Produkten,

gemeinsames Backen mit den Zutaten und anschließend gemeinsames
Verköstigen, Probieren und Genießen unter Gleichgesinnten.

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Glückliche Kindergesichter…

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Glutenfreie Mehle der Firma Hammermühle

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Maiswürmer

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Könnt Ihr erahnen, welche Mengen an diesem Tag verbacken wurden?
Verschiedene
glutenfreie Mehle der Firma Bauckhof.

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Die neuen Chocolix von Schär stießen neben den bewährten
Mehlsorten ebenfalls auf großes Interesse.

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Gebäck und Brot mit einer großen Produktvielfalt von Bezgluten. 

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Hanneforth mit den verschiedensten glutenfreien Produkten.
Der Rührkuchen ist ein Geheimtipp, unbedingt probieren!

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Mehlsorten der Firma Bezgluten

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Buchstabennudeln von Bezgluten „Pasta Numeretti“

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Spezial-Diät-Bäckerei POENSGEN – Die Softwaffeln sind einmalig!
(leider nicht auf dem Bild – wahrscheinlich schon auf einem Kinderteller)

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nur puur bio GmbH

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Der gemeinsame Erfahrungsaustausch ist Zöliakie-Betroffenen sehr wichtig.
Neue Produkte kennenlernen, verkosten und bewährte
untereinander empfehlen.

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nur puur bio GmbH – Honigkuchen

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nur puur bio GmbH – glutenfreie Mehrsaat Brötchen

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nur puur bio GmbH – glutenfreie Croissants

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Coppenrath – Wild Cooky Vanilla

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Osterleckereien von der Firma Hammermühle

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Informationsmaterial rund um das Thema Zöliakie sowie Flyer der
unterschiedlichsten Firmen

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Fischstäbchen! Auch auf glutenfreien Brötchen sehr lecker.

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Das große Backen kann beginnen – Flohsamenschalen dürfen dabei
natürlich nicht fehlen.

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Früh übt sich!

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Esse ich jetzt die Maiswürmer Schoko oder Karamell?

Ene, mene, miste
Was rappelt in der Kiste
Ene, mene, meck
Jetzt sind sie beide weg.

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Auch die Kleinsten möchten natürlich sehr interessiert wissen, was es Neues
wie auch lang Bewährtes
auf dem Markt der glutenfreien Lebensmittel gibt.

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Bezgluten – mit fantastischem Gebäck in den verschiedensten
Geschmacksrichtungen.

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Wer kennt nicht die lustige blaue Libelle von Schär? Milly begleitet Kinder
spielerisch durch die glutenfreie Erlebniswelt
.

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Mein gesundes Brot (MGB food company) aus Glauchau.

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In einer großen Runde wurde anschließend ausgiebig geschlemmt.

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Hammermühle – kaum aufgeschnitten, schon aufgegessen!

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Glutenfreie Amerikaner mit bunten Streuseln, Gummibärchen und M&Ms.

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Und noch mehr glutenfreie Kekse mit den verschiedenen Mehlsorten.

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MGB Buttergebäck

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Glutenfreie Amerikaner für Kinder

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Glutenfreie Osterkekse, jetzt schnell noch den Zuckerguss verteilen und essen!

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Glutenfrei is(s)t lecker!

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Nach dem Backen werden am Abend die verschiedensten
Brotsorten probiert.

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Wenn keiner hinsieht, schnappe ich mir den Becher Sahne
zum Ausschlecken.

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Das werden Milchbrötchen!

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Hungrig ging niemand nach Hause.

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Ausrollen, ausstechen und backen mit den unterschiedlichen
Mehlen
verschiedenster Hersteller.

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Ich bin im Wachstum. Die Maiswürmer passen also locker
noch rein…

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Zugucken, nachmachen, naschen – perfekt!

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Maiswürmer Bacon

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Und jetzt probiere ich von Bezgluten… einfach von jedem
Produkt etwas!

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Ich kann zwar noch nicht lesen – aber so habe ich es bei den
Erwachsenen
gesehen: Immer erst die Zutatenliste studieren :).

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1 – 2 – 3 – meins! Schär Chocolix

 

 

Kochen und backen von Natur aus glutenfrei [Rezension]

Seitdem ich das neue Buch von Carine Buhmann aus dem AT-Verlag „Kochen und backen von Natur aus glutenfrei“ in den Händen gehalten habe, ist es um mich geschehen. Es war gleich Liebe auf den ersten Blick und wer von Euch jemals daran gezweifelt hat, dass es diese gibt, sollte sich unbedingt dieses Kochbuch kaufen.

 9783038006060Cover: AT Verlag

Zur Autorin:

Carine Buhmann ist als Dipl. Gesundheitsberaterin für Ernährung, Food-Journalistin sowie Autorin mehrerer Ernährungs- und Kochbücher erfolgreich tätig. Ihr bereits 2004  im AT Verlag erschienenes erstes Zöliakiekochbuch „Glutenfrei kochen und backen“ mit über 130 Rezepten hat sich nicht nur als Standardwerk für die glutenfreie Küche etabliert, darüber hinaus wurde der unentbehrliche Ratgeber für Zöliakie-Betroffene auch mit der Goldmedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands e.V. ausgezeichnet und wird aktuell in der vierten, aktualisierten Neuauflage vertrieben.

Die Idee für das neue Werk „Kochen und backen von Natur aus glutenfrei“ ist aus Gesprächen der Autorin mit Zöliakie-Betroffenen, Personen aus der Gemeinschaftsverpflegung sowie verschiedenen Fachleuten entstanden und eng mit den Erfahrungen aus ihren Kochkursen verknüpft,

Inhalt
Einleitung
Zöliakie – das Wichtigste in Kürze Definition sowie erlaubte und verbotene Lebensmittel
Warenkunde – praxisnah Reis, Mais, Hirse und Teff, Buchweizen, Quinoa, Amarant, Hülsenfrüchte, Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Süßkartoffeln, Kochbananen, Kastanien mit praktischen Hinweisen der von Natur aus glutenfreien Lebensmittel zu Herkunft, Allgemeines, Inhaltsstoffe, Einkauf und Lagerung sowie Verwendung und Zubereitung
Kritische Produkte
Rezeptteil

Alltagsküche – unkompliziert und schnell Der erste Rezeptteil beginnt mit Griechischen Quinoa-Salat, gefolgt von dem Linsensalat mit Rucola sowie Nüssen und entführt uns weiter auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch eine fantastische Welt von glutenfreien Alltagsgerichten, wie Buchweizencrêpes Bauernart, Buchweizencrêpes mit buntem Gemüse, Hirse-Gemüse-Auflauf, Hirse-Käse-Küchlein, Hirsepizza mit Spinat und Gorgonzola, Variante: Hirsepizza mit buntem Gemüse, Tomatensauce für Pizza (für den Vorrat), Tomaten-Hirotto, Polentapizza mit Hackfleisch, Maistaler mit Tomaten und Pesto, Lauchquiche, Kürbisrisotto, Linsen-Gemüse-Bratlinge, Linsenpuffer, Rouladen mit Linsenfüllung, Kichererbsen-Kürbis-Taler sowie Kastanien-Pilz-Cake an Tomatensauce (Auszug). Und nicht nur für Kinder sind Gewürzmilchreis mit Zwetschgenkompott, Hirseauflauf mit Beeren und Vanillecreme, Hirse-Apfel-Auflauf oder Mais-Apfel-Auflauf ein ganz besonderer Gaumenschmaus.
Feines für Gäste Es soll etwas raffinierter, ausgefallener, erlesener sein? Dann lasst Euch Buchweizen-Blinis mit Frischkäsemousse, Reiscrêpes mit Lachs und Sauerrahmcreme, Bunter Wildreissalat mit Rucola, Kürbis-Kastanien-Schaumsüppchen, Quinoa-Tabouleh, Quinoaring mit Grünspargeln,Kartoffel-Kasatnien-Gnocchi, Kastanien-Gnocchi mit Pilzsauce, Hirse-Sesam-Nocken mit Lachs, Maiscrêpes-Schnecken mit Lauchfüllung, Kartoffel-Lauch-Küchlein, Reistaler im knusprigen Kokos-Cashewnuss-Mantel sowie Tomaten mit schwarzer Linsenfüllung schmecken (Auszug). Natürlich fehlen an dieser Stelle auch nicht die guten Backwaren für eine Festtafel, wie Trüffes-Torte, Zitronen-Mais-Kuchen, Kokos-Reisköpfchen an Erdbeer-Rhabarber-Kompott, Orangen-Tiramisù oder Schokoladen-Himbeer-Muffins.
Beliebte Rezepte aus aller Welt Dieses Kapitel beweist eindrucksvoll, dass glutenfreies Essen keine Einschränkung ist, im Gegenteil. Es eröffnet sich eine ganz neue köstliche Welt mit delikaten Gerichten, wie Arepas (venezolanische Maisbrötchen), Bhajis (indische Kichererbsen-Fladen, Dhal (ein indisches Linsengericht) oder Kheer (indischer Reispudding), um nur einige der schmackhaften Rezeptideen aufzuzählen. Dabei sind die Zutaten für die Zubereitung ganz einfach im Supermarkt erhältlich.
Süsskartoffeln und Kochbananen – klassisch raffiniert Mein Lieblingskapitel. Die Süsskartoffelsuppe mit Riesencrevetten eignet sich nicht nur als delikate Vorsuppe, sondern darüber hinaus auch als Hauptspeise oder als Bestandteil eines feierlichen Menüs. Meine Kinder lieben diese Suppe besonders jetzt an den kalten Tagen. Weiterhin gibts noch Kürbissuppe mit Kochbanane, Süsskartoffel-Kokos-Suppe, Süsskartoffelgartin oder Rindfleisch mit Kochbananen in Curry-Kokos-Sauce (Auszug). Süße Variationen sind der Süsskartoffel-Orangen-Cake und die Kochbananen-Ananas-Spieße, welche bei uns auch der Hit auf jedem Kindergeburtstag sind.
Kuchen und Cakes ofenfrisch auf den Tisch In dem Kapitel finden sich 29 außergewöhnliche Rezeptideen über Buchweizenwaffeln mit Apfelkompott, Amarant-Buchweizen-Waffeln, Buchweizen-Dattel-Muffins, Karotten-Muffins, Bananen-Nuss-Kuchen, Bananen-Split-Cake, Birnen-Reis-Kuchen, Birnen-Kastanien-Kuchen, Mandel-Schokoladen-Torte, Buchweizen-Aprikosen-Kuchen mit Quinoa oder der Hirse-Gugelhupf mit Cranberrys (Auszug). 

Fazit

„Kochen und backen von Natur aus glutenfrei“ überzeugt in seinem Universalkochbuch mit 152 eindrucksvollen und fantastisch delikaten Gerichten, die sich nicht nur für die ganze Familie eignen, sondern darüber hinaus auch Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen begeistern werden, welche zum Essen kommen. Für Kindergeburtstage zu Hause und im Kindergarten oder in der Schule sowie feierliche Anlässe ebenfalls unentbehrlich.

9783038006060 Kochen und backen von Natur aus glutenfrei
 Carine Buhmann
 AT-Verlag
 ISBN: 978-3-03800-606-0, Preis € 26,90 [D]
 Einband: Gebunden
 Umfang: 144 Seiten, Gewicht: 828 g, Format: 19 cm x 22 cm

Barbara Simonsohn: Chia-Power [Buchvorstellung]

WPF Chiasamen_215mm_E4.indd Chiasamen sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde! Das vitaminreiche Superfood, welches sogar schon bei den Azteken als wahres Wundermittel galt, hält einen Erfolgskurs auf die modernen Küchen und begeistert gesundheitsbewusste Menschen gleichermaßen. Alle möchten von der Fülle an Ballaststoffen, Proteinen, Mineralien, Antioxidantien, den Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren profitieren.

Barbara Simonsohn vermittelt in ihrem Buch „Chia-Power“, welches in der Windpferd Verlagsgesellschaft mbH Oberstdorf erschienen ist, ein sehr umfangreiches Wissen über die Wirkungsweise der Chiasamen und offeriert mit 111 genussvollen Rezepten von kraftvollen Frühstücksideen, frische Salate, vitalstoffreiche Dressings, delikate Suppen über köstliche Desserts, exzellente Kuchen, gesunde Kekse, kernige Brote bis hin zu aromatischen Getränken oder cremigen Smoothies, wie sich die Vitaminbombe im Handumdrehen in unsere tägliche Ernährung integrieren lässt.

Chia ist die Pflanze der Superlative und es werden durch die Autorin nicht nur die wertvollen Inhaltsstoffe detailliert aufgeschlüsselt, sondern auch fachkundig sowie leicht verständlich aufgezeigt, wie die Samen Krankheiten vorbeugen, aber auch heilen können, sie unser Leben bereichern können und warum sie nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei Personen, die natürlich und dauerhaft abnehmen möchten, vom Speiseplan nicht wegzudenken sind. Auch Kinder profitieren von Chiasamen!

barbara_simonsohnZur Autorin: Barbara Simonsohn, die 1954 in Hamburg geboren wurde, studierte Sozialwissenschaften und erhielt in Politologie ein Diplom. Sie hielt Kurse an der Hamburger Volkshochschule zum Thema Umwelt ab, lernte biologischen Land- sowie Gartenbau und setzte sich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinander.

In der schottischen Findhorn-Gemeinschaft war sie zehn Jahre, dort arbeitete sie nicht nur im Garten mit, sondern lernte darüber hinaus auch verschiedenste ganzheitliche Heilmethoden kennen. In den Achtzigerjahren absolvierte Barbara Simonsohn ihre Ausbildung als Lehrerin für das authentische siebenstufige Reiki in den USA bei Dr. Barbara Ray, welche von Hawayo Takata im siebenstufigen authentischen Reiki ausgebildet wurde sowie bei Gary Samer und steht in direkter Linie zum Begründer Dr. Usui. Sie veröffentlichte mehrere erfolgreiche Bücher über gesunde Ernährung, unterrichtet Reiki in den sieben Graden sowie die Lehrergrade IIIB, VB wie auch VIIB und hält Seminare ab.

WPF Chiasamen_215mm_E4.inddChia-Power
Chiasamen zum Heilen und Genießen mit 111 Rezepten
Barbara Simonsohn
WINDPFERD Verlagsgesellschaft mbH, 6. Auflage, Bestseller
Broschiert 280 Seiten, Format: 13,7 x 21,5 cm
€ 14,95 [D]
ISBN: 978-3-86410-069-7

20 Sätze, die Leute mit einer Zöliakie-Diagnose über glutenfreies Essen nicht mehr hören können

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1. Aber Dinkel geht doch? Ähm, nein. Aber nett das du fragst.

2. Was kannst du denn überhaupt noch essen? Du hast Recht, gar nichts, wirklich gar nichts. Ich bin auch nur vorbeigekommen, um mich auf dem Weg ins Licht von dir zu verabschieden.

3. Ach deswegen siehst du so blass aus. Genau, weil Gluten für eine gesunde Hautfarbe ala „trocken Brot macht Wangen rot“ sorgt?

4. Das ist gerade Trend habe ich gelesen. Ich nicht, Artikel wie diese meide ich schon anhand der Überschrift, ist nicht gut für meinen Puls. Und nein, du brauchst ihn mir nicht ausschneiden, danke! Soll ich noch erwähnen, dass Reporter keine Ärzte sind?

5. Mit dir ist ja schon immer was.

6. Das geht bestimmt wieder weg, oder? Nein, auch nicht, wenn ich bei der Nachbarin von Nummer 8 nachfrage.

7. Man kann aber auch übertreiben!

8. Bei meiner Nachbarin konnte der Heilpraktiker die Zöliakie heilen und sie kann jetzt wieder ganz normal essen. Ganz bestimmt. Darf ich ihr einen Gutschein zur Dünndarmbiopsie schenken? Die dürfte interessant aussehen.

9. Ich habe Kuchen gebacken, ach, den darfst du gar nicht, habe ich ganz vergessen!
Ich vergesse mich gleich… Aber da der Satz in aller Regelmäßigkeit von der lieben Schwiegermutter kommt, hilft es vielleicht, ihr wortlos ein paar Prospekte über preisgünstige Pflegeheime in Rumänien in der Wohnung zu hinterlassen.

10. Du kannst doch auch mal eine Ausnahme machen.

11. Glutenfrei? Das kann doch nicht gesund sein. Doch, sicher. Und es macht kein Brett vor dem Kopf, wirklich praktisch.

12. Man kann sich aber auch anstellen. Im gleichen Atemzug wie:

13. Bist du empfindlich, auf was sollen wir denn noch alles Rücksicht nehmen?

14. Glaub doch nicht alles, was die Ärzte sagen, da verdient doch nur die Pharmaindustrie daran. An der Stelle hilft meistens nur Ohren auf Durchzug schalten, denn die Verschwörungstheoretiker sind unterwegs. Diskussionen zwecklos.

15. Da ist aber wirklich nur wenig Mehl drin.

16. Darfst du Bananen essen? Klassiker. Kann gegen wirklich jedes naturbelassene Obst oder Gemüse ausgetauscht werden.

17. Also ich könnte das ja nicht essen. Ernsthaft? Und das gegenüber Leuten, die keine andere Wahl haben?

18. Wer kennt nicht diese Antwort auf die Frage nach glutenfreiem Essen: Ja, in dem Gericht ist wirklich überhaupt keine Milch. Entschuldigen Sie die Frage: Aber Sie sind wirklich Koch? Hätten Sie rein zufälligerweise Ihr Abschlusszeugnis zur Hand, selbstverständlich nur so, rein aus Interesse.

19. Glutenfrei, kein Problem, wir kochen ohne Glutamat! Was für ein Zufall! Ich habe Ihren Bruder getroffen. Ihm gebührt die Nummer 18.

20. Ach, der Kuchen ist glutenfrei, schmeckt man gar nicht. Herzlichen Glückwunsch! Du hast den Geschmackstest bestanden, aber durch den Eignungstest bist du gnadenlos gefallen. Ansonsten hätte ich dich als Vorkoster mit einem sensationellen Jahreseinkommen engagiert. Tja, Pech gehabt.

Familienrezepte glutenfrei [Rezension]

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Zöliakiebetroffene müssen sich nicht selten von Außenstehenden die Frage gefallen lassen: „Glutenfrei? Was kannst du denn überhaupt noch essen?“ Und natürlich gab es Zeiten, in denen verzichtet werden musste, weil das Angebot beschränkt und die Rezeptauswahl mehr als gering war. Glücklicherweise hat sich das in den letzten Jahren immer mehr verändert.

„Ich konzentrierte mich auf all das Neue, das wir nun genossen, anstatt dem nachzutrauern, was nun eben nicht mehr ging.“

Diese positive Entwicklung wird auch eindrucksvoll von Aran Goyoaga in „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“ aufgezeigt, denn mit diesem zieht ein Buch der Extra-Klasse in die Küchen ein und bringt neue, raffinierte und äußerst erlesene Rezeptideen auf den Tisch. Mit 120 Koch- und Backanleitungen rund um die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter wird eindrucksvoll bewiesen, wie unkompliziert, fantasiereich und geschmackvoll eine glutenfreie Familienküche umgesetzt werden kann. Von pikanten Tarten über fantasievolle Salate, delikate Suppen und cremige Eintöpfe bis hin zu fantasievollen Dessertkreationen – die dazu einfach in der Zubereitung und für den täglichen Essenstisch im Kreise der Familie geeignet sind, lässt „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“ keine kulinarischen Wünsche offen. Die einmaligen Rezepte bestechen durch ihre unverwechselbaren Aromen, die vielen unverzichtbaren Ratschläge, eine perfekte Alltagstauglichkeit und das gewisse Etwas. Dazu werden diese jeweils mit einer individuellen Anmerkung oder persönlichen Geschichte der Autorin liebevoll abgerundet. Das Buch versprüht einen unvergleichlichen Charme, den sich der Leser nicht entziehen möchte. Hier bereitet Kochen wieder Freude!

„Dieses Buch ist eine Hommage an die unendlichen Möglichkeiten des glutenfreien Kochens und Backens.“

Zur Autorin:

Die kulinarische Genussreise von Aran Goyoaga begann schon lange vor der Veröffentlichung ihres Kochbuches „Familienrezepte glutenfrei. Pikant und süß“, nämlich in der Konditorei ihrer Großeltern mit den alten Holztheken, verführerischen Bonbongläsern und sogar einer eigenen Schokoladentheke, der Backstube und einer Küche, welche der Treffpunkt der Familie und der bewirteten Gäste darstellte, in einer baskischen Gemeinde in der Nähe der spanisch-französischen Grenze. So schwärmerisch, wie die Autorin von dieser Zeit berichtet, wird der Betrachter ganz unweigerlich in diesen Bann gezogen und hat alles bildlich vor seinem Auge. Bei ihren anderen Großeltern, welche auf einem Bauernhof wohnten, durchstreifte sie den Wald, ging zum Eier einsammeln in den Hühnerstall oder half der Großmutter im Garten, wo sie viel über Vorratshaltung und Konservierung lernte und den Lauf der Jahreszeiten zu lieben lernte. Mit den Jahren wurden ihre Gerichte immer zelebriert, als eine Komposition von erlesenen Zutaten, gutem Geschmack, faszinierenden Farben, frischen Kräutern, ausgefallenen Vinaigretten, einer einzigartigen Optik auf ausgesuchtem Geschirr – um den Gerichten unterschiedliche Texturen zu verleihen. Diese Leidenschaft zieht sich wie ein roter Faden charmant durch das attraktive Koch- und Backbuch der Extraklasse. Der Weg führte dahin führte sie unweigerlich über den Besuch einer Kochschule, der anschließenden Anstellung in der Patisserieabteilung des „Ritz-Carlton“ in Palm Beach, ihrem ersten eigenen Blog „Canelle et Vanille“ und nicht zuletzt ihrer eigenen Glutenintoleranz und der ihres Kindes. Der Schritt zur glutenfreien Küche fiel ihr selbst nicht schwer, da sie es seit Kindheitstagen gelernt hatte, mit frischen Zutaten zu kochen und ein außergewöhnliches Gespür für die Anpassung der glutenhaltigen Rezepturen an die Besonderheiten des glutenfreien Mehls.

„Und wir hatten nie das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.“

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„Die Gliederung des Buches spielen den Segen und die Fülle der Jahreszeiten wider und zeigt, wie wir früher zu Hause gekocht haben.“

Inhalt
Einleitung: Ein Leben rund ums Essen
Glutenfrei leben
So nutzen Sie dieses Buch
Teig ausrollen
Zutaten
Küchenausstattung
Herbst
– pikant süß
Winter
pikant süß
Frühling
pikant süß
Sommer
pikant süß

9783038007036 Familienrezepte glutenfrei
 Pikant und süß
 von Aran Goyoaga
 herausgegeben im AT Verlag
 ISBN: 978-3-03800-703-6
 Einband gebunden, 304 Seiten
 Gewicht: 1399 g
 Format: 20.3 cm x 25.3 cm



              Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses 
              Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf den 
              Inhalt dieser Rezension hat der Verlag und/oder 
              der Autor dieses Buches aber selbstverständlich 
              keinen Einfluss genommen. 
              Der Inhalt dieser Rezension entspricht 100%ig meinem 
              persönlichen Eindruck des Buches. 

Interview mit Dr. med. Eberhard J. Wormer „Verschiedene Faktoren haben zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen“

„Verschiedene Faktoren haben zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen“

„Die Schilddrüse ist sozusagen der Energieregler des Körpers. Und sie ist als Teil eines Hormon-Steuerungssystems mit anderen Reglersystemen vernetzt: Sexualhormone, Stresshormone etc. Ist ein Reglersystem beeinträchtigt, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der anderen Reglersysteme – deshalb gibt es so viele verschiedene Symptome. Zur erfolgreichen Behandlung von Hashimoto brauchen Sie zwei Dinge: erstens einen Facharzt für Endokrinologie, zweitens Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz und Handlungsbereitschaft.“ Im Gespräch spricht der Arzt Dr. med. Eberhard J. Wormer, Autor u. a. des im Mankau Verlag erschienenen Ratgebers „Hashimoto“, über die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, ihre Entstehung und mögliche Heilungschancen.

Interview mit dem Arzt und Buchautor Dr. med. Eberhard J. Wormer:

Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste bekannte Autoimmunerkrankung, trotzdem ist sie sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei der Ärzteschaft zu wenig bekannt. Was sind die Gründe dafür?

Dr. Wormer: Die wichtigsten Ursachen heißen: Unwissenheit und Bequemlichkeit. Einmal mehr stehen Haus- und niedergelassene Ärzte in schlechtem Licht da. Der Schilddrüsenstoffwechsel bzw. die Endokrinologie sind komplizierte Themen. Das macht Arbeit, also lässt man die Finger davon. Hashimoto, Fibromyalgie oder Vitamin D-Mangel produzieren jede Menge unspezifische Beschwerden, häufige Arztbesuche und Medikamentenverordnungen. Warum sollten Ärzte daran etwas ändern wollen? Das ist eine gute Geschäftsgrundlage, zum Nachteil der Betroffenen, die viel zu lange mit Nebenwirkungen und verminderter Lebensqualität leben müssen. Medien versuchen hin und wieder, das Thema so gut es geht zu behandeln. Letztendlich bleiben für die breite Öffentlichkeit Ratgeber, Mundpropaganda und Selbsthilfegruppen die besten Gegenmaßnahmen.

Mit welchen Symptomen und Beschwerden haben die Betroffenen dieser Störung des Immunsystems zu kämpfen?

Dr. Wormer: Störungen der Schilddrüsenfunktion betreffen den ganzen Menschen. Die Beschwerden sind deshalb so vielfältig, weil Schilddrüsenhormone an den Zellen fast aller Organe andocken können. Deshalb treten sehr unterschiedliche Beschwerden auf. Haut und Haare, Magen und Darm, Herz und Kreislauf, Gehirn und Nervensystem, die Psyche, die Muskulatur und das Fettgewebe können betroffen sein. Im klassischen Fall kommt es anfangs zu Symptomen der Schilddrüsenüberfunktion, die sich nachfolgend abschwächen und am Ende in eine chronische Unterfunktion übergehen. Variationen dieses Ablaufs, etwa phasenweise abwechselnde Unter- und Überfunktion, sind möglich. Denken Sie an Ihre Schilddrüse, wenn Sie Müdigkeit und Erschöpfung spüren, wenn Schlafstörungen und gedrückte Stimmung auftreten, wenn Sie an Gewicht zunehmen, wenn Sie nervös und reizbar sind oder wenn die Verdauung verrückt spielt.

Die Schilddrüse ist Teil des komplexen Netzwerks endokriner Prozesse. Wie kann man sich die Funktionsweise dieses Systems vorstellen, und welche Ursachen und Risikofaktoren sind für Fehlfunktionen verantwortlich?

Dr. Wormer: Die Schilddrüse ist sozusagen der Energieregler des Körpers. Und sie ist als Teil eines Hormon-Steuerungssystems mit anderen Reglersystemen vernetzt: Sexualhormone, Stresshormone etc. Ist ein Reglersystem beeinträchtigt, kommt es auch zu Beeinträchtigungen der anderen Reglersysteme – deshalb gibt es so viele verschiedene Symptome. Die Entstehung von Hashimoto ist klar: Eigene Immunzellen greifen das Drüsenorgan an und sorgen dafür, dass die Schilddrüse schubweise vernichtet wird. Risikofaktoren sind größtenteils moderne Lebensstilfaktoren! Nicht jede Schilddrüse verträgt das auf Dauer: jodangereichertes Salz, ungesunde nährstoffarme Nahrungsmittel, zu viele Kohlenhydrate und Klebereiweiß aus Getreideprodukten, zu wenig Sonne, zu wenig Vitamin D. Wahrscheinlich haben diese Faktoren zur gegenwärtigen Hashimoto-Epidemie wesentlich beigetragen.

Diagnose und Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis gelten in der Medizin als schwierig, dennoch gibt es Behandlungserfolge und wirksame Bewältigungsstrategien. Welche Therapiekonzepte sind hier besonders geeignet?

Dr. Wormer: Unwissenheit ist das Problem, Wissen ist die Lösung des Problems. Zur erfolgreichen Behandlung von Hashimoto brauchen Sie zwei Dinge: erstens einen Facharzt für Endokrinologie, zweitens Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz und Handlungsbereitschaft. Im Prinzip besteht das Therapiekonzept darin, dass die zunehmend schrumpfende, natürliche Hormonproduktion der Schilddrüse durch einen einigermaßen passenden Hormonersatz möglichst bedarfsgerecht und naturnah nachgeahmt wird. Das Problem ist die zeitliche Verzögerung der Hormonwirkung. Um das in den Griff zu bekommen, ist Ihre eigene Hashimoto-Kompetenz gefragt. Irgendwann wissen Sie, wann Sie wie viel Hormon einnehmen müssen, um die beste Lebensqualität zu erreichen. Das regeln Sie selbst, ohne Arzt – der darf dann die Laborwerte bestimmen.

Die Symptome bei Hashimoto lassen sich schwer zuordnen, da sie sowohl Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion als auch ‑überfunktion umfassen. Was können Betroffene zur Klärung beitragen, wenn sie entsprechende Beschwerden an sich beobachten?

Dr. Wormer: Wie gesagt, Hashimoto, Fibromyalgie und Vitamin D-Mangel, vielleicht noch „Burnout“ – um nur die häufigsten Symptomkomplexe zu nennen – verursachen gleichermaßen unspezifische Beschwerden. Ich könnte beispielsweise raten: Wenn Sie an Schlafstörungen leiden, denken Sie zuerst an Ihre Schilddrüse, dann an Ihren Vitamin D-Status – oder umgekehrt. Befindlichkeitsstörungen, die sich am gesamten Organismus unspezifisch äußern, haben eine simple gemeinsame Ursache: Schilddrüsenhormon und Vitamin D werden für alle Zellen, Gewebe und Organe in ausreichender Menge gebraucht – daran würde ich zuerst denken. Also: Lassen Sie Ihre Schilddrüsenwerte und Ihren Vitamin D-Status (25(OH)D) im Labor kontrollieren. Kümmert man sich um diese beiden Gesundheitsfaktoren, kommt es überraschend oft zu „Heilerfolgen“.

Frauen sollen etwa zwölfmal häufiger an Hashimoto-Thyreoditis erkranken als Männer – welche Faktoren spielen hier eine Rolle?

Dr. Wormer: Das ist schwer zu sagen. Auffällig ist, dass Frauen auch von anderen Autoimmunerkrankungen häufiger betroffen sind. Sie sind auch stärker von Hormonschwankungen betroffen, die nicht nur von der Schilddrüse kommen. Das bezieht sich vor allem auf das Gleichgewicht der Sexualhormone. Hier verändern sich in drei Lebensphasen die Hormonspiegel im Blut: Pubertät, Schwangerschaft/Wochenbett und Wechseljahre. Offenbar steht deshalb das gesamte Hormonnetzwerk immer wieder schwer unter Druck, wobei das Risiko für fehlerhafte Immunreaktionen ansteigt. Jede Geburt bringt das weibliche Hormonsystem an die Grenze seiner Belastbarkeit. Die enge Vernetzung der Schilddrüse mit dem endokrinen System, insbesondere den zentralen Anteilen (Hypothalamus, Hypophyse), macht bei Schilddrüsenstörungen etwa auch die Eierstöcke störungsanfällig: Die übergeordneten Steuerzentren Hypothalamus und Hypophyse regulieren die Hormonproduktion der Schilddrüse und der Eierstöcke.

Trotz unbekannter Ursachen und geringer Heilungschancen ist ein nahezu beschwerdefreies Leben mit Hashimoto möglich. Welche Empfehlungen zur Selbsthilfe können Sie Betroffenen geben?

Dr. Wormer: Machen Sie sich kundig. Informieren Sie sich über Hashimoto mit Fach- und Ratgeberliteratur. Informieren Sie sich im Internet in Betroffenenforen und auf Selbsthilfeseiten. Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet lesen! Beobachten Sie sich selbst in Bezug auf die Wirkungen von Schilddrüsenhormon, das Sie einnehmen. Entwickeln Sie eine Intuition für die richtige Dosierung. Hören Sie Ihrem Arzt zu – aber tun Sie das, was Sie für richtig halten. Je weniger Arztbesuche, desto höher ist Ihre Lebensqualität. Suchen Sie sich Verbündete und Unterstützung in Ihrem persönlichen Umfeld. Sie schließen Frieden mit Ihrer geplagten Schilddrüse. Sie eliminieren ernährungsbedingte Risiken wie Gluten und Jod. Sie bekämpfen Stress mit Autogenem Training und Yoga. Sie genießen Ihren gesunden Lebensstil. Versuchen Sie es. Geben Sie nicht auf. Sie schaffen das.

Das Interview wurde im August 2014 geführt. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Mankau Verlages.

Wormer_Hashimoto_1000pxDr. med. Eberhard J. Wormer
Hashimoto
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