Glutenfrei ist kein Fremdwort für dich, wenn… [Teil I mit Weihnachtsgewinnspiel]

… du die Ladenregale sämtlicher Geschäfte in deinem Umkreis auswendig kennst, besser als jeder Marktleiter. Die glutenfreien Nudeln liegen im fünften Gang, zweite Reihe, ganz unten rechts. Sogar im Schlaf könntest du einen perfekten Lageplan aus dem Gedächtnis zeichnen. Wäre das nicht eine Idee für den nächsten Motto-Geburtstag? Burgerbuden, Schwimmhallen oder Bowling-Center waren gestern. Heute treten alle eingeladenen Kinder zur großen Challenge an: „Wer findet die meisten glutenfreien Lebensmittel?“ Mal unter uns, wir wissen beide, dass du jetzt schon der Gewinner bist, richtig? Deine Mutter soll schon mal an die Trostpreise für deine Gäste denken.

… du damit aufwächst, dass deine Mutter immer die größten, tollsten und schönsten Kuchen für dich bäckt. Fertigprodukte aus dem Tiefkühlregal – Fehlanzeige! Du weißt einfach, wie wunderbar frischgebackene Backwaren aus der eigenen Küche riechen!

… du beim Blick in den Vorratsschrank beruhigt feststellst, dass du mit dem Vorrat an glutenfreien Lebensmitteln zweifelsohne eine weltweite Hungersnot überstehen würdest. The Walking Dead wird real und du bist der einzig Überlebende nach einer Zombie-Apokalypse? Kein Problem: Bleib wo du bist, denn für Vorräte ist gesorgt! Hast du zufälligerweise noch eines der ersten selbst gebackenen steinharten Brote deiner Mutter, Marke Ziegelstein? Benutze es als Waffe, glaub mir, mit einem gezielten Wurf hast du eine ganze Bande der blutrünstigen „Beißer“ erlegt.

… du nachts deinen Vater weckst, weil Du von klappernden Geräuschen wach geworden bist und jetzt denkst, dass Einbrecher im Haus sind. Keineswegs – deine Mutter hat nur vergessen, glutenfreies Brot zu kaufen und steht morgens um viertel vor drei in der Küche, um dir dein Schulbrot zu backen. Liebe geht eben durch den Magen.

… du mit einem mitleidigen Blick stillschweigend deinem Banknachbarn dein Frühstücksbrötchen herüberschiebst, weil du es gar nicht mehr mit ansehen kannst, dass das arme Kind jeden Tag immer das gleiche Dinkelbrötchen kaut. Glutenfrei ist nicht eintönig oder einseitig, deine Mutter kann aus dem Stegreif 35 verschiedene Rezepte für Schulbrötchen sowie Brot backen. Oft mit Sesam, dann wieder mit Kürbiskernen, manchmal auch mit Rosinen. Schokotropfen – fantastisch! Anderen Kindern muss wirklich was fehlen, wenn sie nicht glutenfrei essen müssen.

… die Kinder in der Kita oder der Schule Geburtstag feiern und du erhobenen Hauptes an deine glutenfreie Notfallbox gehen kannst. Die anderen müssen sich einen Kuchen teilen? Du hast die Wahl zwischen Muffins, Schokolade, Gummibären oder einfach von jedem etwas. Und das Beste ist, das ist ganz für dich allein!

… dir irgendwann erklärt wird, dass Gluten das Klebereiweiß ist, welches in dem glutenfreien Mehl fehlt, du aber feststellst, dass der Teig so hartnäckig an den Fingern haftet, dass du auch problemlos die abgefallene Fahrradlampe mit diesem ankleben könntest. Und die Eltern hätten nichts von deinem kleinen Malheur bemerkt – perfekt!

… du aufpasst, dass nichts gegessen wird, bevor es nicht vor der Linse der nagelneuen Spiegelreflexkamera gelandet ist. Glutenfrei essen ist auch eine Ehrensache und Rezepte werden postwendend online mit anderen geteilt.

… du die ungeliebten Speisen deiner Großmutter im Gegensatz zu deinen Geschwistern nicht essen musst. „Was gibt es heute, Oma? Lauchsuppe mit einer Mehlschwitze? Eigentlich mein Leibgericht, räusper, räusper. Aber leider darf ich das nicht essen. Du weißt schon – wegen Gluten.“ Natürlich bist du nicht traurig darüber, der Fünfeuroschein als Entschuldigung von ihr landet auf dem Sparbuch. Nur noch wenige solche Fauxpas von ihr und du bist reicher als Bill Gates.

… du bereits im Januar für Weihnachts-Süßigkeiten anfangen musst zu sparen. Fünf glutenfreie Elisenlebkuchen für stolze 12 EUR plus Versand? Das ist knackig und der Kilopreis stellt an der Börse eine bessere Geldanlage als schnödes Gold dar.

… du besser informiert bist als die großen Zeitschriften, welche Zöliakie als eine Modekrankheit titulieren. Denn wenn sie besser recherchieren könnten, würden sie auch wissen, dass es eine chronische Erkrankung des Dünndarms ist. Beweise gefällig? Nichts leichter als das, ein kleiner Krümel von einem glutenhaltigen Brötchen würde für eine eindrucksvolle Reaktion genügen.

Fortsetzung folgt…

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Zum Gewinnspiel

 Platz 1:

Ein „Glutenfrei is(s)t lecker!“ Überraschungs-Stoffbeutel prall gefüllt mit den verschiedensten glutenfreien Lebensmitteln.

Glutenfrei is(s)t lecker 10Platz 2:

Eine „Glutenfrei is(s)t lecker!“ Tasse.

Glutenfrei is(s)t lecker 3Platz 3:

Damit werden Erklärungen in Zukunft unnötig sein: ein „Ich will mein Essen glutenfrei“ T-Shirt.

Glutenfrei 3Wie Ihr gewinnen könnt? Ganz einfach: Schickt mir über unsere Facebook-Seite Zöliakie bei Kindern als Nachricht oder hier als Kommentar Eure Ideen und Vorschläge, warum glutenfrei kein Fremdwort für Euch ist. Seid kreativ, lustig, nachdenklich und lasst Eure Fantasie spielen. Ich freue mich auf Eure persönliche Inspirationen, gern mit einem kleinen Augenzwinkern. Das Leben ist schon ernst genug.

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Einsendeschluß ist der 16. Dezember 2014.

♥ Viel Glück! ♥

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