Glutenfreie Pizza für die ganze Familie zur Weltmeisterschaft 2014

Oftmals gestaltet es sich einfacher, für die ganze Familie glutenfrei zu backen oder zu kochen – in erster Linie, um Kontaminationen zu vermeiden. Hier stelle ich das Grundrezept für drei glutenfreie Pizzaböden vor, die dann je nach persönlichem Geschmack individuell belegt werden können. Ein Highlight für die ganze Familie und passend, um den Namen Weltmeisterpizza zu tragen. 

Zutaten:

Für den glutenfreien Pizzateig benötigt Ihr:

  • 500 Gramm Mix it! Universalmehl von Glutano
  • 300 Milliliter lauwarmes Wasser
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Päckchen Trockenhefe (Bitte beachten: Billige Hefe ist glutenfrei, da sie auf kostengünstiger Melasse gezüchtet wird – nur bei Bio-Hefe muss man aufpassen, da hier auch mal Nährboden aus Getreide verwendet werden kann)
  • 1 gestrichenen Teelöffel Salz

Zum Bepinseln benötigt Ihr:

  • 5 Esslöffel Olivenöl

Für die Pizzasoße benötigt Ihr:

  • Pizza No. 1: ein halbes Bund Basilikum (als nächstes werde ich dafür mal Brennnesseln ausprobieren), etwas Olivenöl, frischen Knoblauch und etwas Parmesan; alles im Vitamix vermischen, fertig ist die Basilikumpesto
  • Pizza No. 2: ein Becher Schmand, zum Würzen Salz, Pfeffer und ein wenig frischen Zitronensaft (je nach Geschmack), alles miteinander vermischen und abschmecken, Tipp: zwei bis drei confierte Knoblauchzehen passen ganz wunderbar in diese Komposition
  • Pizza No. 3: 300 Gramm frische Rispentomaten, 1 Knoblauchzehe, frische Basilikum- und Oreganoblätter, je nach Geschmack, ein Lorbeerblatt, etwas Olivenöl, bei Bedarf ein paar frisch gehackte Zwiebelstückchen; dann habe ich alles für mindestens eine halbe Stunde vor sich hinköcheln lassen, das Lorbeerblatt herausgenommen und das Ganze im Vitamix Pro 500 püriert (Hinweis: Übrig gebliebene Tomatensoße kann in den Kühlschrank gestellt werden und eignet sich perfekt für ein glutenfreies Pastagericht am nächsten Tag)

Für den Belag benötigt Ihr:

  • Pizza No. 1 Cherrytomaten, mit einem scharfen Küchenmesser halbieren und Mozzarella, Rucola (kommt frisch über die fertige glutenfreie Pizza)
  • Pizza No. 2 grüner Spargel, unterhalb des Spargelkopfes mit Hilfe eines Sparschälers in feine Streifen hobeln und in eine Dose mit etwas Olivenöl sowie Pfeffer und Salz einlegen, bis alle Spargelstreifen vollständig benetzt sind; in feine Streifen geschnittener geräucherter Speck, eine in feine Streifen geschnittene rote Zwiebel, Mozzarella
  • Pizza No. 3 Parmaschinken, Rucola; 1 Fleischtomate, in dünne Scheiben geschnitten; etwas Knoblauchöl zum besprenkeln, Parmesan (bei dieser Variante den Pizzateig nach dem Backen belegen, wobei der Parmaschinken ganz zuletzt verteilt wird)

Zum Bestreuen benötigt Ihr:

  • frisch geriebenen Edamer und aromatischer Büffelmozzarella (alternativ geht auch normaler Mozarella), für die vegane Variante: Veganic Pizza Cheese oder Wilmersburger Pizzaschmelz (veganer Pizzakäse)

Silikon-Backpinsel, Backpapier, einen 10 Liter Gefrierbeutel, Geschirrtuch

Zubereitung der glutenfreien Pizza:

Vor dem Backen mit glutenfreiem Mehl hatte ich jahrelang einen großen Respekt, nein schlimmer, wir standen regelrecht auf Kriegsfuß miteinander. Dadurch wollte ich mich nicht so recht an eine selbst gemachte Pizza wagen. Doch da die Angebotspalette an glutenfreier Pizza nicht gerade breit gesät ist und ich oftmals erfolglos in den Läden unterwegs war, habe ich mich doch an dieses Abenteuer getraut. Mit Erfolg! Der Geschmack ist unvergleichlich und die Zubereitung denkbar einfach. Probiert es aus!

  1. Heizt den Backofen im Vorfeld auf 50 Grad vor.
  2. 500 Gramm glutenfreies Mehl, 3 Esslöffel Olivenöl, 1 Päckchen Trockenhefe, 300 Milliliter Wasser und den gestrichenen Teelöffel Salz in eine Rührschüssel geben.
  3. Mit einem Knethaken auf mittlerer Stufe acht Minuten zu einem Teig verarbeiten. Wer keine Arme wie Arnold Schwarzenegger bekommen möchte, benutzt lieber eine Küchenmaschine anstatt einem Handrührgerät dafür. Ich habe diese Arbeit vertrauensvoll dieser überlassen und konnte in der Zeit genüsslich einen Kaffee trinken.
  4. Anschließend wird dieser Pizzateig in drei gleich große Stücke geteilt.
  5. Jeden Teigabschnitt noch einmal mit der Hand kneten, eine Kugel formen und diese auf Backpapier kreisförmig ausrollen.
  6. Die Ränder etwas hochziehen. Tipp: Wer einen herzhaft saftigen Käserand möchte, schneidet Käse (zum Beispiel Gouda) in etwa 1/2 Zentimeter breite Stangen und legt diese vor dem eigentlichen Belegen entlang des Randes auf den Pizzateig, klappt diesen etwas über und drückt das Ganze etwas fest.
  7. Alle drei Pizzen umgehend mit dem Olivenöl großzügig einpinseln, auch die Ränder.
  8. Anschließend wird das Backpapier rund um jede Pizza abgeschnitten und das Ganze in einen großen Gefrierbeutel (10 Liter sind ideal) geschoben sowie verschlossen (Knoten oder handelsüblicher Tütenverschluß-Clip).
  9. Zum Aufgehen des Teiges diese in den vorgewärmten und jetzt ausgeschalteten Backofen für 45 Minuten legen.
  10. Danach die drei Pizzaböden herausnehmen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Backofen auf 250 Grad vorheizen.
  11. Wenn der Backofen seine Temperatur erreicht hat, können die glutenfreien Pizzaböden mit den Soßen bestrichen, dann der fein geriebene Edamer verteilt (Pizzakäse kommt immer unter die anderen Beläge) und je nach persönlichem Geschmack belegt werden (lasst Euch gern dabei von Euren Kindern behilflich sein). Bei Pizza No. 2 den Büffelmozarella in Stücke zupfen und mit dem Speckstreifen über dem Spargel verteilen.
  12. Auf der unteren Schiene ungefähr zehn Minuten backen, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist. Pizza wie aus Italien und das glutenfrei! Buon Appetito!

cjwdvh

Ihr könnt natürlich die Pizzaböden genau nach Euren persönlichen Vorlieben belegen: Ob klassisch mit Salami, Schinken, Hackfleisch, Putenbrust, Ananas, Champignons, Tomaten, Mais, Pepperoni, Curry sowie roter, grüner und gelber Paprika oder extravagant mit Räucherlachs, Shrimps, Fenchel, Avocados, Kidneybohnen und Ziegenkäse.

Tipp: Für einen Kindergeburtstag schneide ich die Pizzastücke in Rechtecke oder steche sie mit einer Tasse aus, um glutenfreie Piccolinis zu kreieren.

Glutenfrei is(s)t lecker!

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